Hintergrund und Untersuchungen der Vorjahre
Im Jahr 2015 hatten Tiefenmessungen und hochauflösende Scanfahrten des Seenforschungsinstitutes Langenargen (Dr. Wessels) ca. 170 perlschnurartig angeordnete flache Steinsetzungen unter Wasser vor dem schweizerischen Bodenseeufer entdeckt. Sie befinden sich vorwiegend zwischen den Ortschaften Romanshorn und Altnau in einer Tiefe von drei bis fünf Metern und sind vom Ufer 200 bis 300 Meter entfernt. Von den Mitarbeitern der Kantonsarchäologie Thurgau werden sie als anthropogen eingestuft und konnten an Einzelexemplaren in das Neolithikum datiert werden (ca. 37. bis 34. Jahrhundert v. Chr.). Ihre Funktion wird kontrovers diskutiert und konnte bislang nicht geklärt werden (Leuzinger et al. 2021). Im Zuge der 2015 durchgeführten Untersuchungen wurden auch mindestens 25 der „Unterwasserhügel“ in vergleichbarer Tiefe vor dem bayerischen Bodenseeufer zwischen Wasserburg und Lindau entdeckt. Im Jahr 2021 erfolgten vor Wasserburg (Gemeinde Wasserburg, Landkreis Lindau) erste Oberflächenaufnahmen und Sedimentbohrungen an zwei der „bayerischen“ Unterwasserhügel (Hügel 1 und Hügel 2). Die Untersuchungen ergaben auch für diese Exemplare einen offensichtlich anthropogenen Ursprung, fanden sich doch unter den Steinschüttungen kein glaziales, sondern lakustrisches Sediment, auf denen in größerer Entfernung zum Ufer die Molassesteine abgelagert waren. Eine Datierung der beiden Hügel gelang 2021 nicht. Fehlende aufgehende Strukturen, wie Pfahlstellungen oder bearbeitete Hölzer, erlaubten auch keine weiteren Aussagen zur Funktion. Ein auf Hügel 2 dokumentierter Netzsenker ließ zwar vorsichtig an Aktivitäten in Verbindung mit der Fischerei denken. Ohne Schichteinbindung und spezifische typologische Merkmale waren jedoch keine weiteren Rückschlüsse über diesen Einzelfund möglich. Im Jahr 2022 schloss sich eine Oberflächenaufnahme an Hügel 24 in der Bucht von Bad Schachen (Stadt Lindau, Landkreis Lindau) an. Die Sedimentbohrungen an diesem Exemplar ergaben ähnliche Schichtabfolgen wie an den Hügeln 1 und 2 vor Bad Wasserburg – erneut lakustrisches Sediment unter den aufgehäuften Steinen – und führten auf der Hügelkuppe zur Detektion von ca. 4 cm dünnen Holzlagen in drei separaten Bohrungen knapp unterhalb der aufliegenden Molassesteine. Zwar konnten durch die Bohrkerne keine Aussagen gemacht werden, ob die Hölzer bearbeitet waren oder nicht. Mit ihrer Lage direkt unter der steinernen Hügelkuppe lieferten sie jedoch einen terminus post quem und einen groben Datierungsanhalt für den Schüttungsvorgang. Zwei der drei Holzproben von Hügel 24 (Bohrkerne B04 und B05) ergaben mittels 14C-Analysen (durchgeführt am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH Mannheim) eine zeitliche Einordnung in das Neolithikum (Probe 59923 / cal. 2σ-Bereich: 3482-3106 v. Chr. und Probe 59924 / cal. 2σ-Bereich: 3497-3197 v. Chr.). Damit wies Hügel 24 eine annähernd gleiche Zeitstellung wie die „Hügeli“ des schweizerischen Bodenseeufers auf. Einschränkend muss angeführt werden, dass eine der Holzproben von der Hügelkuppe 24 (in Bohrkern B09) ein frühmittelalterliches Datum aufwies (Probe 59925 /cal. 2σ-Bereich: 687 – 879 n. Chr.). Der entsprechende Holzspan war im Gegensatz zu den anderen beiden Bohrproben aber in Oberflächensediment und nicht in das lakustrische Sediment unter den Hügeln eingebettet, so dass der frühmittelalterlich datierte Holzrest während des Bohrvorgangs von der Oberfläche mitgezogen worden sein dürfte. Dies belegen die angefertigten Fotografien relativ deutlich (Abb. 1).
Die Kampagne 2023 – Untersuchungen der Unterwasserhügel 5 und 6 vor Reutenen
Ziel der aktuellen Kampagne des Jahres 2023 war die Dokumentation von weiteren Hügeln zwischen dem Ortsteil Reutenen und dem Lindenhofpark, um anhand von insgesamt drei „Hügelregionen“ – also vor Wasserburg, Reutenen und Bad Schachen – einen einigermaßen repräsentativen Querschnitt durch die Eigenschaften mehrerer Hügelgruppen und in verschiedenen Mikroregionen vor dem bayerischen Bodenseeufer zu erhalten (Abb. 2). Aufgrund der besseren Sichtverhältnisse und der geringen Bewuchsmerkmale beschränkte man sich in den Untersuchungen auf die Hügel 5 und 6 vor dem Ortsteil Reutenen (Gemeinde Wasserburg, Landkreis Lindau), die in den Scandaten des Seenforschungsinstituts Langenargen als die prominentesten Hügel unter den 25 erfassten Exemplaren vor dem bayerischen Ufer erscheinen. Vom 28. Oktober bis 4. November 2023 erfolgten – wie in den Vorjahren – an beiden Exemplaren Oberflächenaufnahmen und Sedimentbohrungen. Zur Erstellung der Orthofotographien wurden an Hügel 5 insgesamt 1483 und an Hügel 6 insgesamt 1111 Einzelfotographien angefertigt. Die Bohrtransekte wurden in Nord-Süd-Richtung angelegt. Starke stürmische Verhältnisse verhinderten leider eine exakte Vermessung und Auswertung der auch in West-Ost-Richtung angelegten Bohrfluchten. Darüber hinaus kam es unvermeidlich zu Messfehlern im Zentimeterbereich. Teilnehmer der Kampagne 2023 waren Tobias Pflederer, Robert Angermayr, Alexander-Dominik Preising, Gerhard Schlauch und Gerd Knepel (Abb. 3). Ergänzende messtechnische und Dokumentationsarbeiten wurden von Franziska Domen übernommen. Am 3. November stellte das Forschungsteam seine Arbeiten vor einem größeren Publikum und dem Historischen Verein Lindau vor. Der Vortrag fand in Verbindung mit Postern und taucherischem Anschauungsmaterial großen Anklang und führte im Nachgang zu einem großen medialen Interesse. In der Sendung „Bayern Erleben“ mit Ausstrahlungstermin am 4. Dezember 2023 wurde den Akteuren eine eigene Dokumentation gewidmet.
Die Untersuchungen der Kampagne 2023 ergaben im Einzelnen folgende Ergebnisse: Steinhügel 5 (Abb. 4) befindet sich in ca. 225 Metern Entfernung zum heutigen Ufer (s. Abb. 3), präsentiert sich in der Aufsicht in ovaler Form, weist eine Flächenausdehnung von ca. 33 x 22 Metern auf und ist in Nordwest-Südost-Richtung am heutigen Uferverlauf ausgerichtet. Der Steinhügel ragt aus dem umgebenden Seesediment um 1,0 Meter heraus und unterscheidet sich damit in Exposition und Flächenausdehnung deutlich von den „flacheren“ Exemplaren vor Wasserburg und Bad Schachen, die gerade mal ca. 20 Zentimeter aus dem Seesediment „hervorschauen“. Unterschiedliche Sedimentations- und Erosionsprozesse dürften diesbezüglich anzunehmen sein. Die Hügel 5 und 6 vor Reutenen sind deutlich markanteren Strömungen ausgesetzt als die Exemplare in der Wasserburger und Bad Schachener Bucht. Die Kuppe des Hügels 5 befindet sich auf 390,0 m (NHN), das Oberflächensediment (Seeboden) am Rand der Hügel auf 389,0 m (NHN). Im östlichen Teil des Hügels fällt ein bis zwei Meter breiter „rinnenartiger“ Streifen mit einer geringeren Steinkonzentration auf. Zu den Rändern hin nehmen die Steinkonzentrationen auslaufend ab. Eine mögliche Fortsetzung der Steinlage unter dem Sediment sowie auch die Genese des „rinnenartigen Streifens“ konnten nicht bewertet werden, da keine Bodeneingriffe stattfanden. Die Steine des Hügels 5 wurden geologisch begutachtet. Die Bewertung ergab, dass die Steine der Grundmoräne des Rheinvorlandgletschers angehören. Sie zeigen eine unterschiedliche mittlere, aber auffallend gut sortierte Größe (Länge x Breite x Dicke bei 10 zufällig ausgewählten Exemplaren im Mittel: 30 x 19 x 11 cm mit Standardabweichungen von 7 bzw. 2 und 3 cm). Gesteine in Steingröße, per definitionem Größen zwischen 6,3 und 10,0 cm, sind eher selten anzutreffen. Außerdem fehlen Anteile in Grobkiesgröße augenscheinlich (per definitionem Größen zwischen 2,0 und 6,3 cm). An lokalen Gesteinsarten sind Gneis, Sandstein, (Glimmer-)Schiefer, Kalkstein und Granit in der groben Durchsicht vertreten. Die Steine sind gänzlich unbearbeitet. Pfähle, Holzkonstruktionen oder Mauerwerk sowie auch Einzelfunde wurden in den Prospektionstauchgängen nicht entdeckt. Im Randbereich des Hügels sowie vereinzelt auf der Steinschüttung selbst sind unbearbeitete liegende Hölzer und ohne Schichteinbindung angelagert.
Die Sedimentbohrungen (Abb. 5) von Hügel 5 wurden bis zu einer maximalen Bohrkerntiefe von 2,0 Metern durchgeführt. Sie zeigen als Ausbruch zuoberst eine auf der Hügelkuppe (B03) bis zu 40 cm mächtige Steinanhäufung (= Befund 1). Im Vergleich zu den Wasserburger und Bad Schachener Hügeln ist die Steinlage damit auf der Hügelkuppe kräftiger ausgeprägt. Nach Norden (B02 und B01) scheint die Hügelkuppe abrupter an Höhe zu verlieren als in Richtung Süden (B04 und B05). Auch die Steinlage dünnt nach Norden schneller aus. Unter der Steinlage zeigt sich eine dunkelgraue bis schwärzliche Sandschicht (= Befund 2), die meist nur wenige Zentimeter dünn ist (auf der Hügelkuppe max. 15 cm). Darunter findet sich in den Bohrkernen eine homogene grau-blaue tonige Schluffschicht (= Befund 3), die einen ganz vereinzelten, kleinkörnigen Molluskenbruch aufweist. Damit dürfte die Schicht durch Sedimentationsprozesse des Sees entstanden und als lakustrisches Sediment anzusprechen sein. In der zentralen Bohrung (B03) auf der Hügelkuppe konnte zuoberst von Befund 3 (im lakustrischen Sediment) und direkt unter der Stein- und Sandlage ein kleines Ästchen dokumentiert werden, das in das lakustrische Sedimentpaket eingebettet war. Sollte dieses nicht durch den Bohrvorgang von oben mitgezogen worden sein, könnte es – wie im vergangenen Jahr an Hügel 24 vor Bad Schachen – erneut eine Möglichkeit zur groben Datierung des Schüttungsvorganges liefern. Der Holzrest wurde daher zur AMS-Datierung an das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH nach Mannheim versandt.
Der Steinhügel 6 (Abb. 6) befindet sich in ca. 205 Metern Entfernung zum heutigen Ufer (s. Abb. 3), präsentiert sich in der Aufsicht als runde bis ovale Erscheinung, weist eine Flächenausdehnung von ca. 20 x 15 Metern auf und ist in Nordwest-Südost-Richtung ebenfalls am heutigen Uferverlauf ausgerichtet. Der Steinhügel ragt aus dem umgebenden Seesediment um 90 Zentimeter heraus und ähnelt damit seinem westlichen „Nachbarn“ Hügel 5 in Exposition und Erscheinungsbild. Die Kuppe des Hügels befindet sich auf 389,7 m (NHN), das Oberflächensediment (Seeboden) am Rand der Hügel auf 388,8 m (NHN). Die ebenfalls gänzlich unbearbeiteten Steine des Hügels ähneln in ihren Dimensionen, der zufälligen Anordnung, in der geologischen Ansprache sowie in ihrer Selektion denen des Hügels 5 sowie auch den anderen bislang erfassten Hügeln. Insgesamt scheint das Steinpaket etwas dünner ausgeprägt zu sein als an Hügel 5. Die Mächtigkeit der Steinlage beträgt auf der Hügelkuppe ca. 15 cm (im Vergleich zu Hügel 5 mit einer Mächtigkeit von ca. 40 cm). Pfähle, Holzkonstruktionen oder Mauerwerk sowie auch Einzelfunde oder bearbeitete Hölzer wurden in den Prospektionstauchgängen nicht entdeckt. Die Sedimentbohrungen (Abb. 7) an Hügel 6 zeigen, dass die Hügelkuppe in nördlicher Richtung (B12 und B11) etwas abrupter an Höhe verliert und auch eine schnellere Ausdünnung der Steinlage erfolgt als in südlicher Richtung (B14 und B15) – und damit in ähnlicher Art und Weise wie an Hügel 5. Die Stratigraphie und Befundabfolge entsprechen ebenfalls den Beobachtungen am Nachbarhügel: Unter der Steinschüttung (Befund 1) folgt eine (maximal 5 cm) dünne dunkle Sandschicht (Befund 2), an die sich erneut homogenes lakustrisches Sediment mit kleinstem und vereinzelten Molluskenbruch anschließt. Organische Reste konnten in den Sedimentproben nicht detektiert werden. Zusammengefasst weist die Schichtgenese und die auffällig selektionieren Steingrößen erneute auf einen menschengemachten Ursprung beider Hügel hin.
Zusammenfassung und Ausblick
Mit den mittlerweile fünf vor dem bayerischen Bodenseeufer kartierten und in der Oberfläche untersuchten Steinschüttungen präsentiert sich mittlerweile ein „Hügelphänomen“, das nicht nur auf das schweizerische Südufer begrenzt ist. Auch wenn Datierungen an weiteren Exemplaren notwendig sind, zeichnet sich eine Gleichzeitigkeit der bislang eingeordneten Hügel ab. Eine neolithische Zeitstellung wird wahrscheinlich.
Trotz der schon gewonnen Erkenntnisse bleibt die unterwasserarchäologische Forschung eine Antwort auf die Frage nach der Funktionalität der Hügel schuldig (siehe hierzu auch Diskussionen bei Leuzinger et al. 2021 und Pflederer et al. 2023): Mauerwerk oder tragende Holzkonstruktionen für aufgehende Bauten zeigen sich bislang nicht. Gegen die Verwendung als künstlich aufgeschüttete Siedlungshügel sprechen das fast vollständige Fehlen von Siedlungszeigern. Leuzinger diskutiert die Verwendung der Steinflächen als Orte für Totenrituale am Übergang der Medien „Wasser“ und „Land“. Bei einem minimalen Wasserpegel des Sees von ca. 393 m NHN müssten sich die Schüttungen stets knapp unter der Wasseroberfläche und damit an der Grenze „beider Medien“ befunden haben. Standen die steinernen Hügel in Verbindung mit dem Fischfang? Steinschüttungen und eingebrachtes – nun nicht mehr nachweisbares – Reisigmaterial könnten als Habitat für kleinere Fische und Jungfische gedient haben, die wiederum größere Raubfische anlockten. Die Großfische hätten dann an Ort und Stelle einfacher gefangen werden können. Die vorbehaltlich (end-) neolithische Datierung der Hügel deckt in der Geschichte der Seeuferrandsiedlungen am Bodensee auch eine Episode mit verschiedenen technischen Innovationen ab. Der anspruchslosere Emmerweizen sowie neue landwirtschaftliche Techniken werden zur Zeit der Unterwasserhügel eingeführt. Erstmals treten Spinnwirtel als Hinweise auf eine zunehmende Textilproduktion auf. Ab ca. 3300 v. Chr. geht man von einer höheren Siedlungs- und Bevölkerungsdichte am Bodensee aus. Es scheint vorstellbar, dass zur Gewährleistung einer ausreichenden Subsistenz auch andere Nahrungsquellen – neben Ackerbau und Viehzucht – verlässlicher erschlossen werden sollten und damit auch die Resource Fisch als naheliegende Nahrungsquelle. Waren die Hügel evtl. Teil einer prähistorischen Uferverbauung zu Schutz vor Strömung und Wellen oder sollten über eine begünstigte Sedimentation zum Ufer hin Siedlungsareale geschaffen werden? Auch diese Hypothesen bleiben zu diskutieren. Allerdings existieren bislang keinerlei Hinweise auf Reste von vorgeschichtlichen Siedlungsstellen in den Uferstreifen zwischen den Hügeln und dem heutigen Festland vor dem bayerischen Bodenseeufer.
Nach Erfassung eines Fünftels der „bayerischen“ Unterwasserhügel mittels Oberflächenprospektionen, Fotogrammetrie und Sedimentbohrungen (Abb. 8) sollte sich als nächster methodologischer Schritt eine unterwasserarchäologische Sondage und Grabung an zumindest einem der Hügel anschließen. Ob damit das „Hügelphänomen Bodensee“ entschlüsselt werden kann, bleibt allerdings abzuwarten.
Tobias Pflederer, Robert Angermayr, Gerd Knepel, Gerhard Schlauch, Alexander-Dominik Preising, Franziska Domen
Zu Ehren von Sebastiano Tusa veranstalten wir im Rahmen unserer diesjährigen Kampagne eine Feier mit dem Titel:
„10 Jahre internationale Zusammenarbeit in der Unterwasserarchäologie“
Die Feier findet am
Samstag, den 1. August 2026, im
neuen Konferenzsaal auf der Insel Motya
statt.
15:30 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch dott.ssa Francesca Oliveri
Vortrag:
17:30 Uhr: Garten Bet Banat: Aperitif und Abendessen
19:00 Uhr: Workshop von Marlene Schmucker: „Archäologische Restaurierung von Keramik“
20:00 Uhr: Besichtigung unserer Grabungsstellen mit Erläuterungen mit dem Boot und Rückfahrt ans Festland
Acknowledgements
We extend our sincere gratitude to the many individuals and institutions whose generous support, expertise, and encouragement have made this project possible.
The Honor Frost Foundation is supporting, through a Small Grant, the events marking the tenth anniversary of the international collaboration between the Bavarian Society for Underwater Archaeology (BGfU), the Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana, and the Fondazione Giuseppe Whitaker. These celebrations will take place on Mozia on August 1, 2026, and will include the presentation of the results of this research. The Foundation’s generous financial support has enabled our research, fieldwork, post-excavation analyses, and the preparation of publications. We are deeply grateful for this invaluable support.
We express our sincere appreciation to the Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana for its longstanding collaboration and for continuously supporting our investigations in the Stagnone Lagoon.
Special thanks are due to Prof. Dr. Sebastiano Tusa, whose vision and commitment to underwater archaeology laid the foundation for this long-term cooperation. His untimely death in the Ethiopian Airlines Flight 302 disaster in 2019 deprived Mediterranean archaeology of one of its leading figures. We remember him with profound gratitude as an
inspiring teacher, a valued colleague, and a dear friend.
We are also deeply grateful to Dr. Francesca Oliveri and Dr. Maria Pamela Toti for their steadfast support of the project and for the many stimulating discussions that have greatly contributed to our understanding of the maritime cultural landscape of the Stagnone Lagoon.
Our heartfelt thanks go to Director General Architect Girolama Fontana, Former Superintendent for Cultural and Environmental Heritage in Trapani and member of the Board of Directors of the Whitaker Foundation, as well as to Dott.ssa Maria Enza Carollo, Ex-Direttore Segretario generale della Fondazione Whitaker, the Fondazione Giuseppe Whitaker, and the staff of the Museo Whitaker on Mozia for their longstanding hospitality, generosity, and logistical support throughout many years of fieldwork.
We also thank the inhabitants of Mozia, especially Filippo, for transporting our equipment to the island, and the Kitchen Team of Vita for preparing excellent meals throughout our field campaigns.
We are equally grateful to the officers and crew of the ROAN (Reparto Operativo Aeronavale) of the Guardia di Finanza, especially the divers Raffaele Tucci, Simone Colucci, Pietro Vitello, and Riccardo Nobile. Their professional assistance, together with the transport and logistical support they provided, has consistently enabled our underwater
investigations, often under demanding field conditions. We are indebted to Captain Antonio Anemone and Commander Colonel Moris Ghiadoni of the Aeronautica Militare (37th Wing, Trapani) for granting permission to use a drone for
scientific purposes in the Marsala Lagoon, and to Jürgen Reitz BA, who served as drone pilot and produced our aerial photographs of Motya’s coastline.
We would also like to thank Marlene Schmucker, Archaeological Restaurator B.A., Leibniz- Zentrum für Archäologie (LEIZA), for wood conservation and pottery restoration.
Our sincere thanks also go to Christian Eckmann, Head of Competence Area Restoration, Conservation and Material Analysis and Deputy Director General, and Markus Wittköpper, Archaeological Restorer with a Focus on Wet Wood Conservation, of the Museum für Antike Schiffahrt Mainz for the conservation of our timbers.
We are furthermore grateful to Franz Herzig, Dendrochronologe of the Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Referat B V – „Bewegliche Denkmäler und Dendrolabor“, for the dendrochronological dating of our wood finds, and to Werner Schoch, Labor für quartäre Hölzer, Laboratory for Ancient Wood, Langnau a. A., Switzerland, for determining the wood species represented in our finds.
Special thanks are due to Prof. Dr. Carsten Staszyk (Justus Liebig University Giessen) for his assistance in identifying animal bones, and to Prof. Dr. Claus Peter Bartmann for producing X-rays of the horseshoes. We are especially grateful for the practical support provided by the training forge at the Equine Clinic in Giessen and for the assistance of Ms. M. Striebinger, farrier instructor and publicly appointed and sworn farrier. Our sincere thanks also go to Prof. Dr. Winfried Held for introducing us to the ancient Mediterranean world through his seminars and lectures, and to the guest lecturers Prof. Dr. Ralph K. Pedersen (USA), Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns (D), Prof. Dr. Boris Rankov (UK), Prof. Dr. Jeffrey G. Royal (USA), Prof. Dr. Carlos de Juan Fuertes (E), Prof. Dr. Irena Radić Rossi (HR), and Prof. Dr. Harun Özdaş (TR) for their advice on
fundamental questions of nautical archaeology, for an unforgettable diving excursion into the Bay of Gökova from Bodrum (Turkey) aboard the sailing ship Bodrum, and for the opportunity to study this discipline at the University of Marburg/Lahn, Germany.
We also wish to express our gratitude to Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe and Prof. Dr. Félix Teichner for their valued scientific advice, for providing the opportunity to present our work in their colloquium, for the many collegial discussions, and, not least, for the enriching personal conversations that accompanied the project.
The organizers of the celebrations marking the tenth anniversary of the excavations also wish to thank all members of the Bavarian Society for Underwater Archaeology (BGfU), as well as the participating divers, students, and volunteers, whose dedication, enthusiasm, and countless hours of fieldwork over many years have formed the foundation of this
project.
Finally, we extend our deepest thanks to our families for their patience, encouragement, understanding, and unwavering support throughout the many years required to bring this project to completion.
Ringraziamenti
Desideriamo esprimere la nostra più sincera gratitudine alle numerose persone e istituzioni il cui sostegno, la cui competenza e il cui incoraggiamento hanno reso possibile questo progetto.
La Honor Frost Foundation, attraverso uno Small Grant, sostiene le iniziative organizzate in occasione del decimo anniversario della cooperazione internazionale tra la Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU), la Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana e la Fondazione Giuseppe Whitaker. Le celebrazioni si terranno a Mozia il 1° agosto 2026 e comprenderanno la presentazione dei risultati di questa ricerca. Il generoso sostegno finanziario della Fondazione ha reso possibile lo svolgimento delle nostre ricerche, delle attività sul campo, delle analisi post-scavo e della
preparazione delle pubblicazioni. Esprimiamo la nostra più profonda riconoscenza per questo prezioso contributo.
Rivolgiamo il nostro sincero ringraziamento alla Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana per la lunga e proficua collaborazione e per il costante sostegno alle nostre indagini nella Laguna dello Stagnone.
Un ringraziamento del tutto speciale va al Prof. Dr. Sebastiano Tusa, la cui visione e il cui instancabile impegno per l'archeologia subacquea hanno posto le basi di questa cooperazione di lunga durata. La sua prematura scomparsa nel disastro aereo del volo Ethiopian Airlines 302 nel 2019 ha privato l'archeologia del Mediterraneo di una delle sue
figure più autorevoli. Lo ricordiamo con profonda gratitudine come maestro ispiratore, stimato collega e caro amico.
Desideriamo inoltre esprimere la nostra viva riconoscenza alla Dr. Francesca Oliveri e alla Dr. Maria Pamela Toti per il loro costante sostegno al progetto e per i numerosi e stimolanti confronti scientifici che hanno contribuito in modo determinante ad approfondire la conoscenza del paesaggio culturale marittimo della Laguna dello Stagnone.
I nostri più sentiti ringraziamenti sono rivolti al Direttore Generale Architetto Girolama Fontana, già Soprintendente per i Beni Culturali e Ambientali di Trapani e membro del Consiglio di Amministrazione della Fondazione Whitaker, nonché alla Dott.ssa Maria Enza Carollo, già Direttore Segretario Generale della Fondazione Whitaker, alla Fondazione Giuseppe Whitaker e al personale del Museo Whitaker di Mozia per la loro pluriennale ospitalità, la costante disponibilità e il prezioso supporto logistico fornito nel corso di molti anni di attività sul campo.
Ringraziamo inoltre gli abitanti di Mozia, in particolare Filippo, per il trasporto delle nostre attrezzature sull'isola, nonché il Kitchen Team di Vita per aver preparato, con grande cura, gli eccellenti pasti che hanno accompagnato le nostre campagne di ricerca.
Esprimiamo inoltre la nostra più sincera gratitudine agli ufficiali e agli equipaggi del ROAN (Reparto Operativo Aeronavale) della Guardia di Finanza, in particolare ai sommozzatori Raffaele Tucci, Simone Colucci, Pietro Vitello e Riccardo Nobile. La
loro competenza professionale, unita ai servizi di trasporto e al costante supporto logistico, ha reso possibile lo svolgimento delle nostre ricerche subacquee, spesso in condizioni operative particolarmente impegnative. Siamo inoltre profondamente riconoscenti al Capitano Antonio Anemone e al Comandante Colonnello Moris Ghiadoni dell'Aeronautica Militare (37° Stormo,
Trapani) per aver concesso l'autorizzazione all'impiego di un drone per finalità scientifiche nella Laguna di Marsala, nonché a Jürgen Reitz BA, che, in qualità di pilota del drone, ha realizzato le fotografie aeree della costa di Mozia.
Desideriamo inoltre ringraziare Marlene Schmucker, Archaeological Restaurator B.A. presso il Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), per il prezioso lavoro di conservazione dei reperti lignei e di restauro dei materiali ceramici.
Esprimiamo altresì la nostra sincera gratitudine a Christian Eckmann, Head of Competence Area Restoration, Conservation and Material Analysis and Deputy Director General, e a Markus Wittköpper, Archaeological Restorer with a Focus on Wet Wood Conservation del Museum für Antike Schiffahrt Mainz, per la conservazione dei nostri reperti lignei.
Siamo inoltre grati a Franz Herzig, Dendrochronologe del Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Referat B V – „Bewegliche Denkmäler und Dendrolabor“, per la datazione dendrocronologica dei reperti lignei, e a Werner Schoch, Labor für quartäre Hölzer, Laboratory for Ancient Wood, Langnau a. A., Switzerland, per la determinazione delle specie legnose dei nostri reperti.
Un sentito ringraziamento va inoltre al Prof. Dr. Carsten Staszyk (Justus Liebig University Giessen) per il suo prezioso aiuto nell'identificazione dei resti faunistici, e al Prof. Dr. Claus Peter Bartmann per la realizzazione delle radiografie dei ferri di cavallo.
Siamo particolarmente riconoscenti per il sostegno pratico fornito dalla training forge at the Equine Clinic in Giessen e per la collaborazione della Ms. M. Striebinger, farrier Instructor and publicly appointed and sworn farrier.
Il nostro più sincero ringraziamento va inoltre al Prof. Dr. Winfried Held per averci introdotto al mondo dell'antico Mediterraneo attraverso i suoi seminari e le sue lezioni, nonché ai docenti ospiti Prof. Dr. Ralph K. Pedersen (USA), Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns (D), Prof. Dr. Boris Rankov (UK), Prof. Dr. Jeffrey G. Royal (USA), Prof. Dr. Carlos de Juan Fuertes (E), Prof. Dr. Irena Radić Rossi (HR) e Prof. Dr. Harun Özdaş (TR) per i loro consigli sulle questioni fondamentali dell'archeologia nautica, per l'indimenticabile immersione nella Baia di Gökova con partenza da Bodrum (Turchia) a bordo del veliero Bodrum e per averci offerto l'opportunità di approfondire questa disciplina presso la Università di Marburg/Lahn, Germania.
Desideriamo inoltre esprimere la nostra gratitudine al Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe e al Prof. Dr. Félix Teichner per i loro preziosi consigli scientifici, per averci offerto l'opportunità di presentare i risultati delle nostre ricerche nei loro colloqui accademici, per le numerose e stimolanti discussioni tra colleghi e, non da ultimo, per le arricchenti conversazioni personali che hanno accompagnato il progetto.
Gli organizzatori delle celebrazioni in occasione del decimo anniversario degli scavi desiderano inoltre ringraziare tutti i membri della Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU), nonché i subacquei, gli studenti e i volontari che hanno partecipato alle attività sul campo. Con il loro impegno, il loro entusiasmo e le innumerevoli ore dedicate alle ricerche nel corso di molti anni, essi hanno posto le basi di questo progetto.
Infine, rivolgiamo il nostro più profondo ringraziamento alle nostre famiglie per la pazienza, l'incoraggiamento, la comprensione e l'instancabile sostegno dimostrati durante i molti anni necessari per portare a compimento questo progetto.
