Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Neuigkeiten zu unseren Aktivitäten und Projekten!

 

 

 


 

 

EuroAuster – Archäologie & Naturschutz

 

Die Europäische Auster (Ostrea edulis) war im Holozän eine weitverbreitete Muschelart in Nordsee, Ostatlantik und Mittelmeer. Ihre Fähigkeit ausgeprägte Aggregationen auf dem Meeresgrund zu bilden, ist die Grundlage für eine diverse marine Lebensgemeinschaft (Biozönose).

Seit der Neuzeit fand ein großflächiges Aussterben der Austernbänke statt, das schließlich nahezu zum Erlöschen der Art geführt hat.

Ziel unseres Projektes EuroAuster ist die Analyse von Austernschalen, die im Rahmen von archäologischen Grabungen an vorgeschichtlichen und historischen Fundplätzen entdeckt wurden. Daneben sollen erloschene Austernvorkommen anhand von Schalenresten an europäischen Küsten dokumentiert werden.

Da durch das gesamte Holozän hindurch die Europäische Auster eine begehrte Nahrungsressource war, finden sich Austernimporte bis weit ins Binnenland, etwa auch in der Römerstadt Augsburg.

Mit Hilfe dieser Austernschalen aus archäologischen Fundstellen soll versucht werden, Hinweise auf Herkunft, Fangmethoden und marine Umweltbedingungen zu erlangen.

Unsere Forschungen haben das Ziel die Aussterbegeschichte dieser für Europa charakteristischen Muschelart zu verstehen, um so die Dynamik mariner Biozönosen im Holozän zu rekonstruieren.

 

EuroAuster-Ansprechpartner: Dr. Martinus Fesq-Martin, martinus.fesq-martin@geo.uni-augsburg.de

 

Kooperarionspartner:

 

Prof. Dr. Bernd Päffgen, Professur für Vor- und Frühgeschichte, Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie, Universität München (LMU)

https://www.vfp-archaeologie.uni-muenchen.de/personen/professoren/paeffgen/index.html

  

 

Tolle Überraschung auf der Insel!

Damit hätte er nicht gerechnet! Als BGFU-Mitglied Martinus Fesq-Martin am 1. Mai auf die Roseninsel kam, hat er große Augen gemacht, denn der Insel-Castellan
Tobias Schlenker überreichte ihm plötzlich einen großen Korb mit lauter Delikatessen, darunter Köstlichkeiten wie Originalhonig von den Inselbienen. Wie hat sich unser BGfU-Mitglied denn so ein Geschenk verdient?

 

Hintergrund ist eine digitale Fortbildung, die Martinus im zurückliegenden Coronawinter für die Mitarbeiter*innen der Roseninsel organisiert hat. Von der geologischen Entstehung der Insel bis zum UNESCO-Welterbeschutzzone bekamen die Damen und Herrn der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung einen Überblick über 20.000
Jahre Inselgeschichte in sieben Kapiteln vermittelt. Denn die Mitarbeiter*innen auf der Roseninsel sind der wertvollste Multiplikator für die Vermittlung von Wissen über die Roseninsel und somit sehr wichtige Botschafter für den Schutz dieses archäologischen Denkmals.

 

 Update März 2021

 

 

Platzierung beim Jugend-forscht Landesfinale für BGfU-Nachwuchs

 

Unser Junior-Mitglied Finn Fesq hat es geschafft, beim Bayerischen Landesfinale 2021 des Wettbewerbs Jugend-forscht aufs Siegerpodest mit dem 3. Platz zu steigen. Nachdem er bereits den Regionalwettbewerb München-Nord gewonnen hatte, konnte er auch auf dem Landeswettbewerb sein Projekt „Knochen erzählen Umweltgeschichte“ mit Erfolg vertreten.
Finn hat über drei Jahre hinweg die Knochen aus einem Erosionskolk vor Bernried gesichert und vor allem auch vermessen sowie archäozoologisch analysiert. Eine detaillierte Darstellung der Untersuchungen wird im BGfU-Jahresbericht 2020 veröffentlicht werden.
Großer Dank gilt seinem Betreuer Herr Prof. Dr. Bernd Päffgen vom Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie der Universität München. Ebenfalls war der Archäozoologe Herr Dr. Simon Trixl ein wertvoller Berater für Finns Forschungsprojekt, ihm gilt ebenfalls großer Dank für die Unterstützung dieses BGfU-Projektes.
Der Erfolg unseres BGfU-Mitglieds zeigt, dass die Förderung von Nachwuchs-Unterwasserarchäologen ein wertvolle und zugleich lohnende Aufgabe unserer Gesellschaft darstellt.