Kroatien-Kampagne 2023: Das verschwundene Wrack von Sveti Andrija und die Weiterführung des Unterwasser-Surveys rund um Rovinj

Zum 10-jährigen Jubiläum des Kooperationsprojekts „The Shipwrecks of Rovinj“ kamen in der Woche von 06. bis 10. November 2023 erneut die Taucher von ICUA (International Centre for Underwater Archaeology in Zadar) und der BGfU in Istrien zusammen, um die erfolgreiche gemeinsame, unterwasserarchäologische Erforschung der Küstenregion rund um die Stadt Rovinj mit ihrer reichen Seefahrtsgeschichte fortzuführen. Hauptziel der diesjährigen Kampagne war es, die im Vorjahr wiederentdeckte Fundstelle vor der Insel Sveti Andrija durch Unterwassergrabungen zu untersuchen und dabei Klarheit zu erlangen, ob es sich tatsächlich um die erhofften Reste eines römischen Wracks mit möglicher Holzerhaltung handelt. Aufgrund kurzfristiger Absagen war die BGfU diesmal lediglich mit dem Projektleiter Michael Heinzlmeier vertreten. Das Forschungsteam der ICUA setzte sich aus dem Leiter und Initiator des Projekts, Luka Bekić und dessen Stellvertreter Roko Surić sowie den Unterwasserarchäologen Maja Kaleb und Šime Vrkić zusammen. Unterstützt wurden die Arbeiten durch den polnischen Unterwasserarchäologen Mateusz Popek von der Nicolaus Copernicus University in Toruń/Polen sowie dem kroatischen Einsatztaucher Borna Krstulović (Abb. 1, Abb. 2). Wie schon in den Vorjahren half der örtliche Tauchclub „KPA Rovinj“ bei der Logistik sowie dem Befüllen der Tauchflaschen und stellte in der vereinseigenen Tauchbasis Lagermöglichkeiten für das Equipment zur Verfügung.

 

Der der im Jahresverlauf spät terminierte Zeitpunkt der Kampagne Anfang November brachte leider zu Beginn erneut schlechte Wetterbedingungen mit sich. Ein bei Einheimischen unter dem Namen Garbin bekannter lebhafter Südwestwind blies zunächst kräftig gegen die istrische Küste und sorgte am ersten Projekttag für zunehmend hohe Wellen und starke Strömungen. Zu allem Überfluss zog gegen Mittag aus südwestlicher Richtung ein starker Hagelschauer auf, der von einer Wasserhose vor der Küste Rovinjs begleitet wurde (Abb. 3). Ein beeindruckendes Naturschauspiel – allerdings war es unter diesen Witterungsbedingungen unmöglich, die geplanten Ausgrabungen des Wracks an der vorgelagerten Insel Sveti Andrija zu beginnen.

 

Unter Berücksichtigung der schwierigen Wetterbedingungen entschied sich der Projektleiter Luka Bekić daher zunächst für einen Survey an der Küste in der von den südlichen Winden geschützten Bucht Valdibora. Die weitläufige Bucht grenzt nördlich an die Altstadt-Halbinsel von Rovinj an und dort befindet sich auch der Tauchstützpunkt von KPA. Im Rahmen der in den Vorjahren durchgeführten Prospektionstauchgänge vor dem neu errichteten Hafen „Sveti Pelagije“ im nördlichen Teil der Bucht, konnten bereits etliche Ballasthaufen aus dem 15. – 18. Jh. n. Chr. identifiziert werden. Diese enthielten neben Bauschutt auch zahlreiche typologisch interessante Kleinfunde wie Glasobjekte oder kunstvoll verzierte Keramikscherben (Bekić 2022, Heinzlmeier/Hägele 2023). Die Analyse dieser bisher kaum von der Wissenschaft beachteten Ballasthaufen ist Thema einer Dissertation des ICUA-Unterwasserarchäologen Roko Surić. Erklärtes Ziel des ersten Surveys dieser Kampagne war es daher, den bislang noch unbekannten Bereich der Valdibora-Bucht weiter südlich des Hafens zu untersuchen und hierbei die gesamte Ausdehnung des Ballasthaufen-Feldes zu erfassen. Ausgehend vom Pier am KPA-Stützpunkt wurde hierzu in drei Gruppe mit jeweils unterschiedlichen Prospektionsarealen getaucht. Die nördlichen und westlichen Tauchteams konnten bis auf vereinzelte Ziegelsteine ohne archäologischen Kontext keine relevanten Artefakte identifizieren. Dem südlichen Team dagegen gelangen in der Nähe der KPA-Basis zwei interessante Funde: der Boden eines Topfes vermutlich römischer Zeitstellung sowie der Hals einer spätantiken Amphore, die dem nordafrikanischen Formenkreis zuzuordnen ist (Abb. 4). Bekić vermutet, dass diese Funde mit einem noch unbekannten, römischen Fundort an Land in Zusammenhang stehen könnten. In Bezug auf die Ballasthaufen erbrachte der Survey keine weiteren Fundstellen und somit die Gewissheit, dass sich diese lediglich auf den nördlichen Teil der Bucht um den neuen Hafen gruppieren, wo sich offenbar auch in der frühen Neuzeit bereits ein Ankerplatz bzw. Umschlagplatz von Waren befunden haben muss.

 

Am darauffolgenden Morgen begrüßte uns die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel und der Wind hatte nachgelassen. Voller Tatendrang wurde das ICUA-Boot mit dem Grabungsequipment beladen und das Team stach guter Dinge in See. Endlich sollte das Geheimnis des aus Erzählungen bekannten römischen Schiffswracks vor der Insel Sveti Andrija gelüftet werden, welchem das Team bereits seit 2021 hinterherjagt. Damals hatte Silvano Črnjeka, ein langjähriges Mitglied des örtlichen Tauchclubs KPA Rovinj, dem Grabungsteam berichtet, dass im Rahmen einer Rettungsaktion nach einem Schiffsunglück Anfang der 1990er Jahre durch örtliche Helfer zwischen den Inseln Samer und Sveti Andrija ein römisches Schiffswrack mit Amphoren entdeckt worden war. Er selbst habe damals bei einem Tauchgang viele aufrecht aneinander gereiht im Sediment stehende kleine Amphoren gesehen. Seinen Erzählungen zufolge sei das Wrack in der Folgezeit bald ausgeplündert worden und schließlich wieder in Vergessenheit geraten. Großes Interesse im Team weckte die Aussage Črnjekas, dass unter den geplünderten Amphoren damals die intakte Struktur des hölzernen Schiffsrumpfes zum Vorschein gekommen sei. Erste Prospektionstauchgänge an der beschriebenen Stelle im Jahr 2021 führten zunächst nicht zur Auffindung des Wracks. Da Črnjeka jedoch weiterhin auf seinen Aussagen beharrte, war im Rahmen der 2022er-Kampagne ein erneuter Versuch unternommen worden. Hierbei konnte am 28.09.2022 auf Höhe des kleinen Hafens der Insel Sveti Andrija in einer Tiefe von etwa 20 Metern eine auffällige Ansammlung großer Amphorenscherben entdeckt werden. Die Bruchstücke ragten auf einer Fläche von etwa 9 m² aus dem festen, sandig-lehmigen Grundsediment. Zu den Fundobjekten zählten u.a. zwei Amphoren-Hälse der Typen Dressel 6A und Dressel 6B, welche deutliche Schlagmarken entlang der Bruchkanten aufwiesen. Laut Bekić ein klarer Hinweis auf das Vorgehen von Plünderern und somit ein Indiz dafür, dass wir vermutlich das von Črnjeka beschriebene Wrack wiederentdeckt hatten. Die bislang unmittelbar vom Fundplatz oberflächlich geborgenen Keramikfragmente datieren ausschließlich in das 1. Jh. n. Chr. und ergeben damit einen zeitlich homogenen Befund, ein weiterer Hinweis auf ein einzelnes Wrack vor Ort (Bekić 2023, Heinzlmeier/Hägele 2023).

 

Aufgrund der geschilderten Befundsituation wurde der Fokus der Kampagne 2023 auf die Durchführung von Grabungen gelegt, um Klarheit über die Wrackhypothese und den Fundort zu erlangen. Schon bei den Erkundungen in den vergangenen Kampagnen hatten die schwierigen Tauchbedingungen an der als „Punta Corrente“ (Kap der Strömungen) bekannten Position die Teilnehmer allerdings vor besondere Herausforderungen gestellt. Und auch dieses Mal erforderte bereits das Anfahren der genauen GPS-Position mit dem Boot einiges an Geschick und bedurfte mehrerer Anläufe, da die starke Strömung zwischen den Inseln und gleichzeitig wechselnde Winde das Boot immer wieder versetzten, ehe der Anker geworfen werden konnte. Auch das erfahrene erste Tauchteam, bestehend aus Luka Bekić und Maja Kaleb, hatte bei der Suche nach dem Fundort unter Wasser mit extrem starker Strömung und schlechter Sicht zu kämpfen. Trotz halbstündiger systematischer Absuche des Grundes konnte die im Vorjahr lokalisierte Amphorenansammlung nicht wieder lokalisiert werden. Daher wurde die Suche zunächst abgebrochen und unter etwas günstigeren Wetterbedingungen am Folgetag ein neuer Versuch gestartet, wobei diesmal eine kreisförmige Suchstrategie mit drei Tauchern angewendet wurde. Leider blieb auch dieser Versuch ohne Erfolg und so kam Bekić zu dem Schluss, dass die schweren Stürme im vorausgegangenen Oktober in Verbindung mit den besonderen Strömungsverhältnissen an der Position vermutlich dazu geführt hatten, dass eine große Menge an Sediment verfrachtet wurde, welches den im Vorjahr identifizierten Fundort wieder vollständig begraben hat. Die geplanten Arbeiten konnten daher vorerst nicht beginnen. Es bleibt abzuwarten, ob sich in den kommenden Jahren wieder eine günstige Gelegenheit ergibt, an welcher der Fundort erneut freigespült und die Amphoren-Konzentration wieder sichtbar wird. Bekić möchte jedenfalls noch nicht aufgeben und die Spur des verschwundenen Wracks weiterverfolgen (Bekić 2023).

 

Auch wenn vom anvisierten Wrackfundort „nothing to see“ war, so konnten beim Absuchen des Areals in der näheren Umgebung erneut einige Amphorenfragmente lokalisiert werden. Unter den neuerlichen Lesefunden befand sich u.a. der untere Teil einer Amphore des Typs Forlimpopoli, dessen Datierung jedoch nicht mit den Funden von der Ampohrenansammlung aus dem Jahr 2022 korrespondiert. Ein besonders herausragendes Fundobjekt war der Hals einer kleinen Amphore unbekannten Typs, auf dem ein eingeritztes Graffiti zu erkennen war (Abb. 5). Laut Luka Bekić wurden derartige Markierungen regelmäßig auf den Hälsen, Schultern oder Bäuchen von Amphoren angebracht und dienten zur Angabe der Menge bzw. der Art des Inhalts – häufiger handelte es sich jedoch um individuelle Kennzeichen des Herstellers oder Eigentümers. Nach einer ersten Einschätzung von Bekić ist es ungewiss, ob diese römischen Lesefunde aus der Umgebung zum Kontext der möglichen Wrackfundstelle gehören oder ob es sich vielleicht um die Hinterlassenschaften eines weitläufigeren Ankerplatzes an der sturmgeschützten Position zwischen den Inseln Samer und Sveti Andrija handelt. Für Letzteres würde sprechen, dass neben den römischen Amphorenbruchstücken auch einige nachmittelalterliche Artefakte aus dem 17. und 18. Jh. vom Grund aufgesammelt werden konnten - darunter Fragmente von Krügen, Töpfen und Glas (Abb. 6). Diese Fundhäufung ist ein weiteres Indiz, dass der Bereich zwischen den Inseln in verschiedenen Epochen als Ankerplatz diente. Einige Einzelobjekte auf dem Grund lassen sich laut Bekić auch dem 20. Jh. zuordnen, als auf der Insel Sveti Andrija wirtschaftliche Aktivitäten wie die Olivenölproduktion, die Zementherstellung oder der Hotelbetrieb einsetzten.

 

Nachdem die geplanten Grabungen an dem potenziellen Wrackfundort nicht stattfinden konnten, widmete sich das Team an den verbliebenen Projekttagen dem Survey weiterer interessanter Positionen in der Umgebung von Rovinj. In unmittelbarer Nähe zur nicht mehr auffindbaren Wrackposition hatte Luka Bekić auf Luftaufnahmen an der Nordküste der Insel Sveti Andrija eine auffällige Steinstruktur im Flachwasser entdeckt, deren T-Form vergleichbaren Kais aus der Römerzeit ähnelt. Ein Tauchgang ergab, dass es sich um eine anthropogene Struktur aus großen Steinen mit einer Plattform handelt, welche sich in einer Tiefe von ca. 2 m befindet und auf einer Länge von etwa 50 m nahezu parallel zur Küstenlinien verläuft (Abb. 7 und 8). Das davor liegende Fahrwasser für Schiffe befindet sich in einer Tiefe von etwa drei Metern. Am nördlichen Ende des Kais schließt rechtwinklig eine Ansammlung größerer Felsbrocken an. Dieser T-förmig angebaute Teil diente wohl als Wellenbrecher und sollte den Anleger schützen. Leider erbrachte die Untersuchung des gesamten Gebiets um die Kaistruktur keine archäologischen Funde, sondern lediglich moderne Abfallobjekte. Eine Datierung der Struktur wird daher nur durch unterwasserarchäologische Grabungen möglich sein. Nach Einschätzung von Luka Bekić lassen die charakteristische Bauweise sowie die aktuelle Tiefe des Bauwerks von ca. 2 m unter dem Meeresspiegel sehr wahrscheinlich auf eine Kaianlage aus römischer Zeit schließen. Denn wie aus interdisziplinären Forschungen bekannt ist, lag der Meeresspiegel in der nördlichen Adria in dieser Epoche mindestens 1,5 m tiefer als heute und die intakte Kaistruktur hatte sich vermutlich ehemals auf idealer Höhe für das Anlagen von Schiffen befunden. Für einen römischen Kai sprächen aus Sicht von Bekić auch die bekannten Reste einer Villa Rustica in unmittelbarer Nähe an Land. Er schließt jedoch auch einen möglichen Zusammenhang mit dem etwa 100m entfernten mittelalterlichen Kloster, welches bereits im 6. Jh. gegründet wurde und bis ins frühe 19. Jh bewohnt war, nicht aus (Bekić 2023).

 

Ein weiterer Survey wurde in der Bucht an der Südostküste der Insel Sveti Andrija durchgeführt, wo Luka Bekić bereits vor 30 Jahren im flacheren Teil römische Amphorenscherben auffinden konnte. Unsere Suche zielte darauf ab herauszufinden, ob es im tieferen Wasser ebenfalls Artefakte zu finden gibt. Hierzu begab sich ein fünfköpfiges Tauchteam, beginnend an der Mündung der Bucht in einer Tiefe von 14 m, in Richtung Flachwasserbereich auf die Suche. Etwa auf halber Strecke stießen die Taucher auf zwei große runde Steine, die an Mühlsteine erinnern (Abb. 9). Die Steine haben einen Durchmesser von ca. 50 cm und drei Löcher, wovon sich eines genau in der Mitte befindet. Laut Luka Bekić sind Steine dieser Art nur sehr schwer zu datieren, weshalb ein römischer Ursprung nur theoretisch angenommen werden kann. Von der Insel ist allerdings bekannt, dass es hier nach dem Abzug der Klosterbewohner im 19. Jh. eine Olivenölmühle gab, sodass es sich möglicherweise auch um Reste dieser Mühle handeln könnte. Laut Bekić wurde im Zuge einer archäologischen Erkundung zwischen der Insel Sveti Andrija und der Insel Samer im Jahr 2010 ein ähnlicher runder Stein entdeckt, welcher vermutlich aus einer Olivenölmühle stammt. Neben den Mühlsteinen konnten noch einige wenige, nicht näher bestimmbare Amphorenscherben gefunden werden, welche nicht auf eine ausgedehnte Ankerplatzaktivität in dieser Bucht schließen lassen (Bekić 2023).

 

Ein weiteres Survey-Gebiet befand sich an der sog. „Leuchtturm Position“ (auch als „Bunker“ oder „Lanterna“ Position bezeichnet), welche sich an der steilen und felsigen Nordwestküste der Altstadt-Halbinsel von Rovinj befindet. Dort konnte vor einigen Jahren bereits ein Ballasthaufen aus roten Steinen und der Arm eines „old admirality type“ Ankers aufgefunden werden. Diesmal wurde das Suchgebiet in Richtung Südosten erweitert. Abgesehen von einigen kleinen Artefakten aus dem 16. bis 18. Jh. datierten alle sonst aufgefundenen Objekte (vorwiegend Glas- und Siedlungsabfälle aus der Altstadt) in das 19. oder 20. Jh. archäologisch interessante Funde befanden sich darunter nicht – dafür wurde das Tauchteam von einem stattlichen Hummer begrüßt (Abb. 10).

 

Der letzte Survey wurde in einem Gebiet südwestlich der Insel Sveta Katarina durchgeführt, welche vor dem Hafen von Rovinj liegt. An der Tauchposition befindet sich ein bereits bekannter Ankerplatz der frühen Neuzeit. Das Team hatte dort schon im Jahr 2020 getaucht und hierbei zahlreiche Keramik-, Glas- und Metallobjekte an die Oberfläche befördert. Auch dieses Jahr konnten wieder etliche Tonpfeifen, Glasflaschen und andere Objekte aus dem 18. und 19. Jh. auf dem weitläufigen Fundareal in etwa 15 – 23 m Tiefe geborgen werden (Abb. 11, Abb. 12). Da die gesamte Ausdehnung dieses reichen Fundplatzes trotz mehrerer Tauchgänge noch nicht gänzlich erfasst werden konnte ist Luka Bekić der Meinung, dass das gesamte Gebiet in einer zukünftigen Kampagne vermessen und kartiert werden sollte. 

 

 

Obwohl vorausgegangene Stürme und das Wetter während der diesjährigen Kampagne die Wiederauffindung und Erforschung der potenziellen Wrackfundstelle vor der Insel Sveti Andrija verhinderten, so konnten durch die Survey-Tauchgänge doch wieder einige neue Erkenntnisse gewonnen und weitere „Puzzlestücke“ in die Geschichte Rovinjs eingefügt werden. Gerade bei der diesjährigen 10. Jubiläumskampagne des Gemeinschaftsprojekts hat sich erneut gezeigt, dass für ein gelungenes Projekt nicht allein immer nur spektakuläre Funde ausschlaggebend sind, sondern auch die wunderbaren gemeinsamen Erlebnisse und Begegnungen mit interessanten Menschen und die dabei entstandenen grenzüberschreitenden Freundschaften einen hohen Stellenwert einnehmen. Gerade als sich das Team verabschieden wollte, bekamen wir von einem Mitglied des Tauchclubs KPA einen neuen Hinweis auf eine bislang unbekannte Wrackfundstelle mit vielen vollständigen römischen Amphoren und einem erhaltenen hölzernen Schiffsrumpf im offenen Meer südlich von Rovinj. Auf den vorgezeigten Bildern von der Fundstelle waren zahlreiche Amphoren vom Typ Lamboglia II und Reste der Rohre einer Schiffspumpe zu erkennen. Luka Bekić beschloss sofort, dass die Vermessung und Dokumentation dieses außergewöhnlichen Fundplatzes das Ziel der 11. Kampagne des Gemeinschaftsprojekts „The Shipwrecks of Rovinj“ sein wird, womit im Jahr 2024 hoffentlich ein weiteres erfolgreiches Kapitel der internationalen Zusammenarbeit zwischen BGfU und ICUA aufgeschlagen wird.  

 

 

Michael Heinzlmeier