Die Küstengewässer um Rovinj sind bereits seit vielen Jahren Gegenstand intensiver unterwasserarchäologischer Untersuchungen unter Beteiligung der Bayerischen Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU). Bereits 2010 begann das International Centre for Underwater Archaeology in Zadar (ICUA) gemeinsam mit der BGfU, die römische Mole im antiken Hafen von Veštar in einem mehrjährigen Projekt zu erforschen. Die enge Zusammenarbeit setzte sich in dem seit 2014 laufenden Kooperationsprojekt „The Shipwrecks of Rovinj“ fort. Ziel des langfristig angelegten Projekts ist die umfassende Erforschung der maritimen Kulturlandschaft und des antiken Seehandels um Rovinj – einer der bedeutendsten historischen Hafenstädte der Ostadria.
Auch 2024 wurde das Kooperationsprojekt mit einer Kampagne vom 7. bis 11. Oktober in den Gewässern vor Rovinj fortgesetzt. Die BGfU war in diesem Jahr durch Projektleiter Michael Heinzlmeier sowie Philipp Tanzer vertreten. Seitens des ICUA nahmen der Leiter und Initiator des Projekts, Luka Bekić, sein Stellvertreter Roko Surić sowie die Unterwasserarchäologen Maja Kaleb und Šime Vrkić an den Untersuchungen teil. Das Forschungsteam wurde vor Ort vom Rovinj-sub Diving Center logistisch und technisch unterstützt.
Der Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne lag auf der erstmaligen Dokumentation eines bislang unbekannten römischen Schiffswracks mit großteils erhaltener Amphorenladung sowie der Fortführung systematischer Prospektionen entlang der Westküste Istriens mit dem Fokus auf neuzeitlichen Ballasthaufen. Beide Themenkomplexe liefern wertvolle Beiträge zur Erforschung der maritimen Handels- und Nutzungsgeschichte des adriatischen Küstenraumes.
Neufund eines römischen Schiffswracks südlich von Rovinj
Ein neuer außergewöhnlicher Fundort wurde bereits im Frühjahr 2024 bekannt, als Roberto Cafolla, der Inhaber der Tauchbasis Rovinj-sub Diving Center, den ICUA-Archäologen von der Entdeckung eines Wracks südöstlich der kleinen Felseninsel „Porer“ berichtete. Seinen Erzählungen zufolge hatten Fischer an dieser Stelle Amphorenbruchstücke in ihren Netzen an die Oberfläche befördert. Bald darauf habe sich die Nachricht verbreitet und erste Plünderungsaktivitäten setzten ein. Ziel der Oktoberkampagne war es daher, die Fundstelle möglichst rasch zu dokumentieren und den Erhaltungszustand zu bewerten, um die Voraussetzungen für eine Registrierung als nationales Kulturgut der Republik Kroatien zu schaffen. Hierdurch erlangt das Schiffswrack einen rechtlichen Schutzstatus, auf dessen Grundlage gegen illegale Plünderungen entschiedener vorgegangen werden kann.
Das Wrack befindet sich rund 10 km südlich von Rovinj im offenen Meer auf Höhe des heutigen Barbariga-Strandes und liegt in einer Tiefe von etwa 34 m. Trotz eingeschränkter Sichtverhältnisse und widriger Wetterbedingungen konnte die Fundstelle schließlich mehrfach betaucht und photogrammetrisch dokumentiert werden. Im Rahmen der Erstbetauchung wurde auf dem sandigen Meeresboden eine Ansammlung von rund 30 verstreut liegenden Amphoren festgestellt, die sich über eine Fläche von etwa 12 × 5 m erstreckt. Im Zentrum der Fundstelle fanden sich an mehreren Stellen Reste eines zusammengebackenen, kalkhaltigen Konglomerats, aus dem Teile von Amphoren herausragten. Diese natürlich entstandene Kalkschicht hat die oberflächlich liegenden Amphoren bislang geschützt.
Der Bericht von Cafolla deutet darauf hin, dass ein Fischereischleppnetz die schützende Kalkschicht offenbar beschädigt und die darin enthaltenen Amphoren verstreut hat. Vermutlich setzten Plünderer kurz darauf die Zerstörungen am Wrackfundort fort. Ein Hinweis darauf ist eine lange Eisenstange, die neben den Grabungsstellen auf dem Meeresboden gefunden wurde. Mit ihrer Hilfe brachen die Plünderer mutmaßlich die Kalkschicht weiter auf, um an die darunter liegenden Amphoren oder deren Fragmente zu gelangen. Dies belegen zwei frisch ausgegrabene Hohlräume an den Stellen mit der höchsten Funddichte. Ein weiterer Hinweis auf Plünderungen sind zahlreiche Amphoren, deren Bauch und Fuß noch im Sand eingebettet waren, während Amphorenhals und Henkel fehlten. Das Abschlagen der oberen Amphorensegmente ist laut Bekić ein typisches Vorgehen von Raubgräbern, um eine leichtere und schnellere Bergung sowie einen einfacheren Abtransport der Beute zu ermöglichen. Die genaue Anzahl der entwendeten Fundstücke lässt sich bislang nicht bestimmen. Bekić vermutet, dass einige Dutzend vollständiger Amphoren sowie zahlreiche obere Hälse mit Henkeln bereits verloren gegangen sind.
Die gefundenen Amphoren lassen sich überwiegend den Typen Lamboglia II und Dressel 6A zuordnen, die in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum frühen 1. Jahrhundert n. Chr. datieren. Diese Kombination spricht für ein römisches Handelsschiff, das vermutlich Wein oder Öl aus Norditalien bzw. der oberen Adria transportierte.
Nähere Untersuchungen der von Plünderern angelegten Hohlräume lieferten Hinweise darauf, dass sich tief im Sand unter der schützenden Kalkschicht möglicherweise eine weitere, unversehrte Reihe sorgfältig aneinandergereihter Amphoren in situ befindet. Luka Bekić vermutet zudem, dass auch Teile der hölzernen Schiffskonstruktion im Sediment erhalten geblieben sein könnten. Gut erhaltene römische Schiffswracks dieser Zeitstellung sind im Mittelmeerraum äußerst selten, weshalb dem Fund eine herausragende wissenschaftliche Bedeutung zukommt.
Der Schutz und die langfristige Überwachung der Fundstelle durch das kroatische Kulturministerium und das ICUA sind daher von zentraler Bedeutung. Einen ersten wichtigen Schritt stellte die im Rahmen der Kampagne durchgeführte photogrammetrische Dokumentation des Befundes dar. Auf dieser Grundlage wurde ein Lageplan erstellt, der sämtliche auf dem Meeresboden sichtbaren Amphoren erfasst und es ermöglicht, zukünftige Plünderungen oder andere Zerstörungen frühzeitig zu erkennen. So können bei Bedarf rasch geeignete Schutzmaßnahmen für den Fundort – etwa die Errichtung eines Schutzkäfigs – ergriffen werden. Eine spätere systematische Ausgrabung könnte darüber hinaus wichtige Erkenntnisse zur römischen Schifffahrt sowie zur Warenzirkulation entlang der istrischen Küste liefern.
Voruntersuchung des bekannten römischen Schiffswracks von „Sveti Ivan“
Neben dem Neufund wurde auch eine bereits bekannte, stark geplünderte spätantike Wrackfundstelle an der Nordwestflanke der Insel Sveti Ivan erneut aufgesucht und dokumentiert. Die dort zwischen den Felsen entdeckten Amphorenfragmente lassen sich typologisch in das 5. bis 6. Jahrhundert n. Chr. datieren und gehören dem afrikanischen Typ Keay 62 an, der aus den römischen Provinzen Zeugitana oder Byzacena (heutiges Tunesien) stammt. Im Rahmen der fortgesetzten Kooperation zwischen dem ICUA und der BGfU ist für Oktober 2025 eine systematische Untersuchung und Ausgrabung dieser Fundstelle als Gemeinschaftsprojekt geplant. Ziel ist es, die Fundstelle umfassend zu dokumentieren und ihre historische Einordnung auf Grundlage der Funde weiter zu präzisieren.
Neuzeitliche Ballasthaufen an der Westküste Istriens
Ein weiterer Schwerpunkt der Kampagne 2024 lag in der Erforschung neuzeitlicher Ballasthaufen entlang der istrischen Westküste, einem Themenfeld, das im Rahmen der Dissertation von Roko Surić intensiv untersucht wird. Ballasthaufen stellen eine bislang wenig beachtete, zugleich jedoch äußerst aufschlussreiche Fundstellengattung dar. Sie entstanden durch das Abwerfen von losem Schiffsballast, bevor ein Schiff am Zielort neue Fracht aufnahm – eine in der frühen Neuzeit weit verbreitete Praxis. Solche Fundstellen bestehen häufig aus Ziegelsteinen, Dachziegeln, Keramik- und Glasfragmenten, Metallteilen sowie organischem Material. Es wird angenommen, dass viele dieser Ballastmassen aus urbanem Abfall stammen, der in den Herkunftshäfen gesammelt und zur Stabilisierung der Schiffe verwendet wurde. Die wissenschaftliche Untersuchung dieser Fundkategorie ermöglicht wichtige Rückschlüsse auf Handelsverbindungen, Herkunftsorte sowie Hafen- und Umschlagstrukturen des 15. bis 17. Jh. n. Chr.
Im Rahmen der diesjährigen Prospektionen wurden mehrere Buchten systematisch auf das Vorkommen von Ballasthaufen untersucht. In der Bucht Sveti Jakov (Kolone), etwa 10 km südlich von Rovinj, entdeckte das Team eine massive Steinansammlung mit einer Vielzahl neuzeitlicher Artefakte, darunter Ziegel, Dachziegel sowie Keramikfragmente. Der Steinhaufen erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 100 m² und fällt bis in eine Tiefe von etwa 1,7 m ab. Die Funktion dieser Struktur ist bislang unklar; möglicherweise handelte es sich um eine Anlegestelle für Handelsschiffe. Darüber hinaus wurden im gesamten Ostteil der Bucht zahlreiche weitere neuzeitliche Artefakte aufgefunden. Nahezu kein Bereich des Meeresbodens war dort fundfrei. Roko Surić interpretiert zumindest jene Bereiche mit haufenartig erhöhter Fundkonzentration als abgeworfenen Schiffsballast. Ob sämtliche Funde ausschließlich auf diese Weise – oder teilweise auch vom Ufer aus – in die Bucht gelangten, bleibt nach Surić jedoch offen. Die geborgenen Fundobjekte datieren überwiegend in den Zeitraum vom 15. bis zum 17. Jahrhundert.
In der Bucht Kagula bei Vrsar wurde auf Grundlage externer Hinweise auf Ballasthaufen ebenfalls ein Tauchsurvey durchgeführt. Ausgangspunkt der Arbeiten war der Tauchclub RC Triton in Vrsar. Trotz erneut eingeschränkter Sichtverhältnisse konnten zunächst vier isolierte Ballasthaufen identifiziert werden, die überwiegend aus zerbrochenen Ziegeln, Dachziegeln sowie vereinzelten Keramikscherben bestanden. Die sichtbar erfassbaren Ausmaße betrugen jeweils etwa 2 × 2 m, wobei davon auszugehen ist, dass die Strukturen unter dem Sediment eine größere Ausdehnung aufweisen. Im Zuge weiterer Prospektionen in der Bucht wurde südöstlich der Insel Cavata zudem ein großflächiges Ballastfeld entdeckt. Dieses setzt sich aus Ziegeln, Dachziegeln, Putzresten, Keramikscherben, Glasfragmenten, Knochen sowie weiterem kleinteiligem Schutt zusammen. Das Ballastfeld misst rund 120 × 30 m und umfasst damit eine Fläche von über 3.500 m². Am nördlichen Rand des Areals fand das Team drei keramische Dreifußstützen (Ofenstützen), wie sie in Töpferwerkstätten zur Herstellung glasierter Keramik verwendet wurden, sowie zwei deformierte Fehlbrände. Solche Töpfereiabfälle aus Werkstattkontexten sind laut Surić in Ballasthaufen – insbesondere in den Gewässern um Istrien – keine Seltenheit und stellen daher ein starkes Indiz dafür dar, dass diese Materialien als Bestandteil des Schiffsballasts ins Meer gelangten. Obwohl nicht das gesamte Areal detailliert untersucht werden konnte, geben die geborgenen Keramikscherben, Glasfragmente und Ziegel erste Hinweise auf die Entstehung des Schuttfeldes. Die Funde datieren grob in den Zeitraum vom 15. bis in das späte 16. oder sehr frühe 17. Jahrhundert – basierend vor allem auf der von Surić durchgeführten Keramikanalyse. Aus seiner Sicht fehlen interessanterweise Funde aus der zweiten Hälfte des 17. und aus dem 18. Jh., was auf eine Entstehung des Ballastfeldes vorwiegend in der ersten Hälfte des 17. Jh. hindeutet. Die Datierung und das sehr hohe Fundaufkommen legen nahe, dass die Bucht zu dieser Zeit offenbar ein wichtiger Umschlagplatz für den regionalen und überregionalen Seehandel gewesen ist.
Bei weiteren Prospektionen in der Bucht Pulari, etwa 3,5 km südöstlich von Rovinj, konnten fünf isolierte Ballasthaufen (ca. 5 × 3 m) mit Keramikfragmenten und Ziegeln festgestellt werden. Zusammensetzung und Fundlage sprechen auch hier für eine Datierung in die frühe Neuzeit.
Alle im Rahmen der Kampagne neu identifizierten Fundstellen wurden von Roko Surić georeferenziert sowie fotografisch und kartographisch dokumentiert. Diese Datengrundlage bildet die Basis für eine künftig geplante systematische Kartierung aller bekannten Ballasthaufen entlang der istrischen und dalmatinischen Küste. Ziel seiner Dissertation ist es, die räumliche und zeitliche Verteilung dieses spezifischen Befundtyps zu erfassen und daraus Rückschlüsse auf Handelsrouten sowie maritime Wirtschaftsstrukturen zu gewinnen.
Weitere Prospektionstauchgänge
Ergänzend zu den Wrackuntersuchungen und der Erforschung der Ballasthaufen wurden die Prospektionen entlang der Westküste Istriens fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden auch die Buchten Žunac und Štinjanska Draga nahe Pula untersucht. In der Bucht Žunac fanden sich einige antike römische Artefakte, die möglicherweise im Zuge des Baus der Festung Valmaggiore während der österreichisch-ungarischen Monarchie in den Jahren 1884 bis 1886 sekundär in die Bucht verbracht wurden. Neuzeitliche Funde konnten dort hingegen nicht festgestellt werden. In der Štinjanska Draga wurden keine archäologischen Befunde nachgewiesen. Ein erfolgreicher Tauchgang fand dagegen westlich der Insel Sveta Katarina statt, wo in früheren Kampagnen bereits zahlreiche neuzeitliche Funde – darunter insbesondere Tonpfeifen – entdeckt worden waren. Die dort geborgenen Fundobjekte datieren überwiegend in das 19. und frühe 20. Jh. und deuten auf eine ehemalige städtische Müllkippe hin, auf der Abfälle der Stadt Rovinj „außer Sichtweite“ hinter der Insel ins Meer verbracht wurden. In der näheren Umgebung der Insel konnten zudem weitere Ballasthaufen mit Fundmaterial aus dem 16. und 17. Jh. identifiziert werden, was auf eine längerfristige Nutzung des Areals als Anker- und Ballastabwurfstelle schließen lässt.
Die unterwasserarchäologischen Arbeiten der Kampagne 2024 haben das Wissen über die maritime Kulturlandschaft um Rovinj erneut wesentlich erweitert. Mit dem Fund eines nahezu unberührten römischen Wracks und der Dokumentation zahlreicher neuzeitlicher Ballasthaufen konnte wieder ein bedeutender Beitrag zum Verständnis des antiken und frühneuzeitlichen Seehandels im nördlichen Adriaraum geleistet werden. Das römische Wrack mit seiner weitgehend erhaltenen Amphorenladung bietet außergewöhnliches Potenzial für zukünftige Forschungen und vermittelt zugleich eindrucksvoll die Notwendigkeit eines konsequenten Schutzes des Kulturerbes. Die Fortführung des Projekts The Shipwrecks of Rovinj ist damit nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht von Bedeutung, sondern trägt auch entscheidend zum Schutz und zur Bewahrung des kulturellen Erbes unter Wasser bei.
Michael Heinzlmeier, Philipp Tanzer
Zu Ehren von Sebastiano Tusa veranstalten wir im Rahmen unserer diesjährigen Kampagne eine Feier mit dem Titel:
„10 Jahre internationale Zusammenarbeit in der Unterwasserarchäologie“
Die Feier findet am
Samstag, den 1. August 2026, im
neuen Konferenzsaal auf der Insel Motya
statt.
15:30 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch dott.ssa Francesca Oliveri
Vortrag:
17:30 Uhr: Garten Bet Banat: Aperitif und Abendessen
19:00 Uhr: Workshop von Marlene Schmucker: „Archäologische Restaurierung von Keramik“
20:00 Uhr: Besichtigung unserer Grabungsstellen mit Erläuterungen mit dem Boot und Rückfahrt ans Festland
Acknowledgements
We extend our sincere gratitude to the many individuals and institutions whose generous support, expertise, and encouragement have made this project possible.
The Honor Frost Foundation is supporting, through a Small Grant, the events marking the tenth anniversary of the international collaboration between the Bavarian Society for Underwater Archaeology (BGfU), the Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana, and the Fondazione Giuseppe Whitaker. These celebrations will take place on Mozia on August 1, 2026, and will include the presentation of the results of this research. The Foundation’s generous financial support has enabled our research, fieldwork, post-excavation analyses, and the preparation of publications. We are deeply grateful for this invaluable support.
We express our sincere appreciation to the Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana for its longstanding collaboration and for continuously supporting our investigations in the Stagnone Lagoon.
Special thanks are due to Prof. Dr. Sebastiano Tusa, whose vision and commitment to underwater archaeology laid the foundation for this long-term cooperation. His untimely death in the Ethiopian Airlines Flight 302 disaster in 2019 deprived Mediterranean archaeology of one of its leading figures. We remember him with profound gratitude as an
inspiring teacher, a valued colleague, and a dear friend.
We are also deeply grateful to Dr. Francesca Oliveri and Dr. Maria Pamela Toti for their steadfast support of the project and for the many stimulating discussions that have greatly contributed to our understanding of the maritime cultural landscape of the Stagnone Lagoon.
Our heartfelt thanks go to Director General Architect Girolama Fontana, Former Superintendent for Cultural and Environmental Heritage in Trapani and member of the Board of Directors of the Whitaker Foundation, as well as to Dott.ssa Maria Enza Carollo, Ex-Direttore Segretario generale della Fondazione Whitaker, the Fondazione Giuseppe Whitaker, and the staff of the Museo Whitaker on Mozia for their longstanding hospitality, generosity, and logistical support throughout many years of fieldwork.
We also thank the inhabitants of Mozia, especially Filippo, for transporting our equipment to the island, and the Kitchen Team of Vita for preparing excellent meals throughout our field campaigns.
We are equally grateful to the officers and crew of the ROAN (Reparto Operativo Aeronavale) of the Guardia di Finanza, especially the divers Raffaele Tucci, Simone Colucci, Pietro Vitello, and Riccardo Nobile. Their professional assistance, together with the transport and logistical support they provided, has consistently enabled our underwater
investigations, often under demanding field conditions. We are indebted to Captain Antonio Anemone and Commander Colonel Moris Ghiadoni of the Aeronautica Militare (37th Wing, Trapani) for granting permission to use a drone for
scientific purposes in the Marsala Lagoon, and to Jürgen Reitz BA, who served as drone pilot and produced our aerial photographs of Motya’s coastline.
We would also like to thank Marlene Schmucker, Archaeological Restaurator B.A., Leibniz- Zentrum für Archäologie (LEIZA), for wood conservation and pottery restoration.
Our sincere thanks also go to Christian Eckmann, Head of Competence Area Restoration, Conservation and Material Analysis and Deputy Director General, and Markus Wittköpper, Archaeological Restorer with a Focus on Wet Wood Conservation, of the Museum für Antike Schiffahrt Mainz for the conservation of our timbers.
We are furthermore grateful to Franz Herzig, Dendrochronologe of the Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Referat B V – „Bewegliche Denkmäler und Dendrolabor“, for the dendrochronological dating of our wood finds, and to Werner Schoch, Labor für quartäre Hölzer, Laboratory for Ancient Wood, Langnau a. A., Switzerland, for determining the wood species represented in our finds.
Special thanks are due to Prof. Dr. Carsten Staszyk (Justus Liebig University Giessen) for his assistance in identifying animal bones, and to Prof. Dr. Claus Peter Bartmann for producing X-rays of the horseshoes. We are especially grateful for the practical support provided by the training forge at the Equine Clinic in Giessen and for the assistance of Ms. M. Striebinger, farrier instructor and publicly appointed and sworn farrier. Our sincere thanks also go to Prof. Dr. Winfried Held for introducing us to the ancient Mediterranean world through his seminars and lectures, and to the guest lecturers Prof. Dr. Ralph K. Pedersen (USA), Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns (D), Prof. Dr. Boris Rankov (UK), Prof. Dr. Jeffrey G. Royal (USA), Prof. Dr. Carlos de Juan Fuertes (E), Prof. Dr. Irena Radić Rossi (HR), and Prof. Dr. Harun Özdaş (TR) for their advice on
fundamental questions of nautical archaeology, for an unforgettable diving excursion into the Bay of Gökova from Bodrum (Turkey) aboard the sailing ship Bodrum, and for the opportunity to study this discipline at the University of Marburg/Lahn, Germany.
We also wish to express our gratitude to Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe and Prof. Dr. Félix Teichner for their valued scientific advice, for providing the opportunity to present our work in their colloquium, for the many collegial discussions, and, not least, for the enriching personal conversations that accompanied the project.
The organizers of the celebrations marking the tenth anniversary of the excavations also wish to thank all members of the Bavarian Society for Underwater Archaeology (BGfU), as well as the participating divers, students, and volunteers, whose dedication, enthusiasm, and countless hours of fieldwork over many years have formed the foundation of this
project.
Finally, we extend our deepest thanks to our families for their patience, encouragement, understanding, and unwavering support throughout the many years required to bring this project to completion.
Ringraziamenti
Desideriamo esprimere la nostra più sincera gratitudine alle numerose persone e istituzioni il cui sostegno, la cui competenza e il cui incoraggiamento hanno reso possibile questo progetto.
La Honor Frost Foundation, attraverso uno Small Grant, sostiene le iniziative organizzate in occasione del decimo anniversario della cooperazione internazionale tra la Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU), la Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana e la Fondazione Giuseppe Whitaker. Le celebrazioni si terranno a Mozia il 1° agosto 2026 e comprenderanno la presentazione dei risultati di questa ricerca. Il generoso sostegno finanziario della Fondazione ha reso possibile lo svolgimento delle nostre ricerche, delle attività sul campo, delle analisi post-scavo e della
preparazione delle pubblicazioni. Esprimiamo la nostra più profonda riconoscenza per questo prezioso contributo.
Rivolgiamo il nostro sincero ringraziamento alla Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana per la lunga e proficua collaborazione e per il costante sostegno alle nostre indagini nella Laguna dello Stagnone.
Un ringraziamento del tutto speciale va al Prof. Dr. Sebastiano Tusa, la cui visione e il cui instancabile impegno per l'archeologia subacquea hanno posto le basi di questa cooperazione di lunga durata. La sua prematura scomparsa nel disastro aereo del volo Ethiopian Airlines 302 nel 2019 ha privato l'archeologia del Mediterraneo di una delle sue
figure più autorevoli. Lo ricordiamo con profonda gratitudine come maestro ispiratore, stimato collega e caro amico.
Desideriamo inoltre esprimere la nostra viva riconoscenza alla Dr. Francesca Oliveri e alla Dr. Maria Pamela Toti per il loro costante sostegno al progetto e per i numerosi e stimolanti confronti scientifici che hanno contribuito in modo determinante ad approfondire la conoscenza del paesaggio culturale marittimo della Laguna dello Stagnone.
I nostri più sentiti ringraziamenti sono rivolti al Direttore Generale Architetto Girolama Fontana, già Soprintendente per i Beni Culturali e Ambientali di Trapani e membro del Consiglio di Amministrazione della Fondazione Whitaker, nonché alla Dott.ssa Maria Enza Carollo, già Direttore Segretario Generale della Fondazione Whitaker, alla Fondazione Giuseppe Whitaker e al personale del Museo Whitaker di Mozia per la loro pluriennale ospitalità, la costante disponibilità e il prezioso supporto logistico fornito nel corso di molti anni di attività sul campo.
Ringraziamo inoltre gli abitanti di Mozia, in particolare Filippo, per il trasporto delle nostre attrezzature sull'isola, nonché il Kitchen Team di Vita per aver preparato, con grande cura, gli eccellenti pasti che hanno accompagnato le nostre campagne di ricerca.
Esprimiamo inoltre la nostra più sincera gratitudine agli ufficiali e agli equipaggi del ROAN (Reparto Operativo Aeronavale) della Guardia di Finanza, in particolare ai sommozzatori Raffaele Tucci, Simone Colucci, Pietro Vitello e Riccardo Nobile. La
loro competenza professionale, unita ai servizi di trasporto e al costante supporto logistico, ha reso possibile lo svolgimento delle nostre ricerche subacquee, spesso in condizioni operative particolarmente impegnative. Siamo inoltre profondamente riconoscenti al Capitano Antonio Anemone e al Comandante Colonnello Moris Ghiadoni dell'Aeronautica Militare (37° Stormo,
Trapani) per aver concesso l'autorizzazione all'impiego di un drone per finalità scientifiche nella Laguna di Marsala, nonché a Jürgen Reitz BA, che, in qualità di pilota del drone, ha realizzato le fotografie aeree della costa di Mozia.
Desideriamo inoltre ringraziare Marlene Schmucker, Archaeological Restaurator B.A. presso il Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), per il prezioso lavoro di conservazione dei reperti lignei e di restauro dei materiali ceramici.
Esprimiamo altresì la nostra sincera gratitudine a Christian Eckmann, Head of Competence Area Restoration, Conservation and Material Analysis and Deputy Director General, e a Markus Wittköpper, Archaeological Restorer with a Focus on Wet Wood Conservation del Museum für Antike Schiffahrt Mainz, per la conservazione dei nostri reperti lignei.
Siamo inoltre grati a Franz Herzig, Dendrochronologe del Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Referat B V – „Bewegliche Denkmäler und Dendrolabor“, per la datazione dendrocronologica dei reperti lignei, e a Werner Schoch, Labor für quartäre Hölzer, Laboratory for Ancient Wood, Langnau a. A., Switzerland, per la determinazione delle specie legnose dei nostri reperti.
Un sentito ringraziamento va inoltre al Prof. Dr. Carsten Staszyk (Justus Liebig University Giessen) per il suo prezioso aiuto nell'identificazione dei resti faunistici, e al Prof. Dr. Claus Peter Bartmann per la realizzazione delle radiografie dei ferri di cavallo.
Siamo particolarmente riconoscenti per il sostegno pratico fornito dalla training forge at the Equine Clinic in Giessen e per la collaborazione della Ms. M. Striebinger, farrier Instructor and publicly appointed and sworn farrier.
Il nostro più sincero ringraziamento va inoltre al Prof. Dr. Winfried Held per averci introdotto al mondo dell'antico Mediterraneo attraverso i suoi seminari e le sue lezioni, nonché ai docenti ospiti Prof. Dr. Ralph K. Pedersen (USA), Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns (D), Prof. Dr. Boris Rankov (UK), Prof. Dr. Jeffrey G. Royal (USA), Prof. Dr. Carlos de Juan Fuertes (E), Prof. Dr. Irena Radić Rossi (HR) e Prof. Dr. Harun Özdaş (TR) per i loro consigli sulle questioni fondamentali dell'archeologia nautica, per l'indimenticabile immersione nella Baia di Gökova con partenza da Bodrum (Turchia) a bordo del veliero Bodrum e per averci offerto l'opportunità di approfondire questa disciplina presso la Università di Marburg/Lahn, Germania.
Desideriamo inoltre esprimere la nostra gratitudine al Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe e al Prof. Dr. Félix Teichner per i loro preziosi consigli scientifici, per averci offerto l'opportunità di presentare i risultati delle nostre ricerche nei loro colloqui accademici, per le numerose e stimolanti discussioni tra colleghi e, non da ultimo, per le arricchenti conversazioni personali che hanno accompagnato il progetto.
Gli organizzatori delle celebrazioni in occasione del decimo anniversario degli scavi desiderano inoltre ringraziare tutti i membri della Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU), nonché i subacquei, gli studenti e i volontari che hanno partecipato alle attività sul campo. Con il loro impegno, il loro entusiasmo e le innumerevoli ore dedicate alle ricerche nel corso di molti anni, essi hanno posto le basi di questo progetto.
Infine, rivolgiamo il nostro più profondo ringraziamento alle nostre famiglie per la pazienza, l'incoraggiamento, la comprensione e l'instancabile sostegno dimostrati durante i molti anni necessari per portare a compimento questo progetto.
