Vom 21. bis 28.07.19 führte ein Kooperationsteam im Umfeld der antiken Koloniegründung Eraclea Minoa auf Sizilien eine erste Prospektionskampagne durch. Das Team bestand auf Seiten der BGfU aus M. Fiederling, T. Pflederer, A. Skolik und A. Bovet und wurde durch die Teilnahme von G. Greeven von der LMU ergänzt. Auf Seiten der Soprintendenza del Mare nahmen F. Oliveri und A. Lo Porto an der Maßnahme teil und Beamte der AeroNavale della Guardia di Finanza unterstützten das Team vor Ort mit einem Zodiac Boot und weiterem Equipment. Das Team war in Seccagrande untergebracht und startete jeden Morgen vom Hafen in Siculiana Marina in Richtung Eraclea Minoa.
Die antike Stadt liegt auf einem Felssporn (Capo Bianco), welcher sich mit einer Steilküste dem offenen Meer zuwendet. Nach Osten grenzt die Bovo Marina an, eine leicht ins Landesinnere ziehende, flache und sandige, weitläufige Bucht. Nach Westen grenzt das Delta des Platani Flusses an, welcher sich ins Landesinnere erstreckt und dessen Deltaumfeld aus einem großen Naturschutzgebiet besteht und schilfbewachsene Wiesen, sumpfartige Flächen sowie agrargenutzte Anbauflächen, wie auch den Fluss selbst beinhaltet. Die Kampagne hatte die Aufgabe Erzählungen lokaler Persönlichkeiten sowie weiteren Hinweisen auf Hafenanlagen der antiken Stadt auf den Grund zu gehen und erste Datengrundlagen für weiteres Vorgehen in der Zukunft zu generieren.
Bis in die heutige Forschung oftmals formulierte Ideen für die Lage eines Hafensystems und Reste von Pieranlagen im direkten Umfeld des Capo Bianco sollten überprüft und bestätigt oder widerlegt werden. Weitere Merkmale konnten im Vorfeld der Kampagne mittels Satellitenbildanalyse und der Auswertung historischer Karten herausgefiltert werden. Auch eine eingehende Auswertung der zur Verfügung stehenden literarischen Quellen wurde im Vorfeld vorgenommen. Diese Quellen ließen auf einen antiken Flusshafen schließen, welcher die Verbindung mit dem reichen und fruchtbaren Hinterland herstellte und vom Meer geschützt war. Die anhand aller Daten gut erkennbare, starke Erosion der Küste führte dazu, dass von Beginn an klar war, dass man sich neben den Arealen der heutigen Küste und dem Flussdelta, auch auf Bereiche konzentrieren musste, welche sich heute ca. 100 bis 150 m von der Küste entfernt im Meer befinden. Weitere Details der historischen Quellen sowie der Strömungsverläufe vor Ort sprachen auch dafür, dass eine mögliche weitere Schiffsanlegestelle im geschützten Areal der Bovo Marina zu suchen war, denn für viele Perioden ist dort eine Marine belegt. Zuletzt weisen die historischen Quellen auf mehrere Seeschlachten hin, welche im Vorfeld der Stadt geführt wurde.
Somit kristallisierten sich mehrere Zonen für eine eingehendere Untersuchung heraus. Die Ergebnisse zu diesen einzelnen Arealen sollen in folgender Reihenfolge und in gebotener Kürze erläutert werden.
1. Das Flussmündungsareal des Platani/Halykos
2. Das Capo Bianco und die Bucht zwischen dem Cap und Bovo Marina
3. Das tiefere SideScan Areal nahe der Bucht
4. Der Küsten und Strand orientierte Feldsurvey aller Areale
5. Der Fluss Platani und das Areal angrenzend an die antike Stadt Eraclea Minoa
1.
Die Prospektion des Flussmündungsareal des Platani zeigte eine gänzlich archäologisch fundleere Fläche, welche jedoch die geologischen Überreste eines antiken Flussbettes hervorbrachte, bestehend aus verrollten Kieseln und Steinen sowie fluvial abgelagertem Lehm. Dieses Flussbett ließ sich auf einer Höhe von ca. 100 m von der heutigen Küste entfernt in einer Tiefe von ca. 10 m nachweisen (Abb. 3.) und könnte in Zukunft durch geologische Bohrkerne datiert werden. Hinweise auf Hafenanlagen oder andere artifizielle Strukturen ließen sich nicht nachweisen.
2.
Das Areal um Capo Bianco wurde komplett prospektiert und vom Strand aus bis in tiefere Gewässer systematisch betaucht. Informationen, welche in der Vergangenheit an die Soprintendenza del Mare herangetragen wurden und die von noch sichtbaren Resten von Pieranlagen sprachen, konnten eindeutig widerlegt werden. Neben einer kompletten Abwesenheit von jeglichem archäologischem Fundmaterial konnte jedoch der Grund für diese hartnäckigen Gerüchte identifiziert werden. Es handelt sich um geologische Strukturen, welche für das ungeübte Auge an aufeinander geschichtete Blöcke erinnern und sich im Bereich des Capo Bianco dokumentieren ließen. Ein letzter Forschungsansatz für dieses Areal bildet ein vmtl. mittelalterliches Wrack, welches von den sizilianischen Kollegen erstmals 2006 untersucht wurde und wegen schlechter Wetterbedingungen 2019 nicht abschließend dokumentiert und datiert werden konnte. Dieses Wrack könnte ebenfalls helfen die ehemalige Küstenlinie für einen bestimmten Zeitpunkt sowie das Niveau des Meeresbodens fest zu datieren.
3.
Ausgewählte tiefere Bereiche innerhalb der ehemals nahezu abgeschlossenen Lagune wurden mit dem Augenmerk auf solche geologischen Formationen untersucht, welche als Ankerplätze oder Havarieorte in Frage kämen und die bis heute noch, neben einem Meeresbodenniveau von ca. 20 m, kurz unter die Wasseroberfläche reichen. Auch an diesen Stellen konnte jedoch keinerlei archäologisches Material dokumentiert werden.
4.
Neben den Side Scan und Tauch-Prospektionen wurde ein klassischer Feldsurvey am Strand und den Flussuferarealen durchgeführt. Die Bucht von Bovo Marina wurde ebenso prospektiert, zudem das Areal zwischen ihr und dem Capo Bianco, das Cap selbst sowie die Flussmündung des Platani und seine Flussufer bis auf Höhe der antiken Stadt. Dieser Survey wurde von G. Greeven durchgeführt, welcher auch die Fundbearbeitung, Zeichnung und Digitalisierung der Funde übernahm. Die Ergebnisse der Feldsurveys ergänzten die bisher gesammelten Informationen, brachten jedoch noch weitere Erkenntnisse. Im Areal der Flussmündung konnte vereinzelt verstreute Keramik dokumentiert werden. Diese bestand aus Fragmenten von Amphoren, tegulae und imbrices sowie Feinkeramik. Hauptsächlich datiert dieses Material vom 4. Jh. v. Chr. bis in das 1. Jh. n. Chr. Einige Fragmente von attischem Import konnten als Teile von Kylikes und Lekythoi identifiziert werden. Um das Capo Bianco konzentrierte sich eine Fundmasse, welche im Gegensatz zu dem Material der Flussmündung scharfe Bruchkanten aufwies. Es konnte somit festgestellt werden, dass dieses Material sowohl vom Stadtberg stammte als auch von den erodierenden Schichten oberhalb der Steilküste. Außerdem konnten in diesem Material u.a. Fragmente spätrömischer Amphoren (4.-5. Jh. n. Chr.) afrikanischen Ursprungs dokumentiert werden. Dies ist daher bedeutend, da seit der Erforschung der Stadt bis zum heutigen Zeitpunkt keine spätrömischen Belegungshorizonte der Stadt nachgewiesen sind. Es existieren jedoch spätrömisch datierende Gräber und eine Villa im nahen Hinterland. Die komplette Abwesenheit jeglichen Fundmaterials im gesamten Bereich der Bovo Marina spricht auch von Seiten der Fundbearbeitung klar gegen eine dortige Verortung einer oder gar mehrerer Hafenanlagen zu irgendeinem Zeitpunkt in der Geschichte der Stadt.
An den Flussufern des Platani konnte nur an einer Stelle eine große Ansammlung von Material gefunden werden und dies an einer der beiden Stellen, wo die oberhalb gelegene Stadtfläche eine topografische Verbindung zum Fluss aufweist. Die ganze Situation vor Ort spricht jedoch eher für eine geologische Abbruchkante von Kulturschichten, welche sich im nun so geschaffenen, flachen Bereich nahe dem Fluss verteilen. Untermauert wird dies durch einen kleinen verlandeten Flusslauf, der vom Stadthügel hinunter zum Platani entwässerte und vmtl. diesen Abbruch verursachte oder zumindest mitbedingte. Somit ist anzunehmen, dass das archäologische Material von dem befestigten Stadtareal um die “Porta Marina” stammt und sich an den Flanken des Ostufers des Flusses ansammelte. Eine Verortung einer Hafenanlage an diesem Steilhang ist, ebenso wie an all den anderen bisher behandelten Plätzen, kaum vorstellbar.
5.
Gegen einige topografische Schwierigkeiten gelang es dem Team den gesamten Platani bis in die erste Flussbiegung nach der Stadtfläche von Eraclea mittels Side Scan Sonar zu prospektieren. Neben einigen kleinen Merkmalen, wie vereinzelten Pfählen und Verlustmaterial, konnten im Platani selbst keinerlei Strukturen, wie Hafenanlagen oder ähnliche Baustrukturen, angetroffen werden. Ebenso in der ersten Flussbiegung nach dem Delta flussaufwärts konnten im Gegensatz zu Hinweisen lokaler Historiker keinerlei artifizielle Strukturen angetroffen werden. Der einzige Ansatzpunkt war eine Vertiefung des Flussbettes auf Höhe des Stadtareals, welches anschließend nach Norden durch einen verlandeten Kanal weiterverfolgt werden konnte. Diesem verlandeten Kanal folgend erreicht man eine flache Ebene, welche im Süden direkt und von der Stadt aus sehr gut zugänglich war. Von topografischen Gesichtspunkten bildete dieses Areal jenes, welches am ehesten für eine Hafenanlage geeignet schien. Eine C14 Analyse von Material vom Grund des Kanals aus 3 m Tiefe wurde an das Curt-Engelhorn-Zentrum in Mannheim gesendet. Die Radiokohlenstoffanalyse ergab mehrere mögliche Datierungen, einmal von 1959, 1961 oder von 1981-1983. In jedem Fall ließ sich feststellen, dass der verlandete Kanal aus dem letzten Jahrhundert stammt und keine Rolle im Hafensystem der antiken Stadt Eraclea Minoa spielte. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass alle Hinweise auf Hafenanlagen im Bereich der Stadt Eraclea Minoa vorerst entkräftet werden konnten. Weitere Prospektionen des Umfelds sollten erfolgen, da nur so in der Zukunft die Reste jener Seeschlachten gefunden werden können, die uns für die Antike eindeutig überliefert sind.
Das Kooperationsteam bedankt sich bei den zuständigen Behörden und allen Teilnehmern für ihren hohen Arbeitseinsatz. Die Suche nach den Häfen und den Überresten der antiken Seeschlachten im Meer vor Eraclea Minoa hat erst begonnen. Dies in Zukunft zusammen mit der Soprintendeza del Mare, der LMU München sowie der Guardia di Finanza und dem Nature Reserve Platani tun zu können, erfüllt die Mitglieder der Bayerischen Gesellschaft für Unterwasserarchäologie mit Stolz, genauso wie, in Gedenken an unseren Kollegen und Freund Sebastiano Tusa, diese Kooperation von Forschern aus verschiedenen Ländern, welche wir zusammen mit ihm gestartet hatten, gemeinsam weiter in die Zukunft zu tragen.
M. Fiederling
Literatur:
E. Zambon, Tradition and Innovation. Sicily between Hellenism and Rome (2012).
B. Pace, Arte e artisti della Sicilia antica (1917) 25 ff.
G. Caputo, Dioniso (1930) 86ff.
G. Caputo, La parola del passato (1957) 439ff.
P. Griffo, Bilancio di cinque anni di scavi nelle province di Agrigento e Caltanissetta (1954) 14ff.
G. Schmiedt, Kokalos 3 (1957) 25ff; id., X Congress of International Society of Photogrammetry (1964).
E. De Miro, NSc (1955) 262ff; (1958) 232ff; id., Kokalos 4 (1958) 69; 8 (1962) 144; id., L'antiquarium e la zona archeologica di Eraclea Minoa (1965—Its. Poligrafico dello Stato).
W. W. How/ J. Wells, A commentary on Herodotos with Introduction and Appendices. Volume II (Books V-IX) (Oxford).
Bibliothek der griechischen Literatur. Diodoros. Griechische Weltgeschichte Fragmente (Buch XXI-XL) Übersetzung (Stuttgart 2008).
Zu Ehren von Sebastiano Tusa veranstalten wir im Rahmen unserer diesjährigen Kampagne eine Feier mit dem Titel:
„10 Jahre internationale Zusammenarbeit in der Unterwasserarchäologie“
Die Feier findet am
Samstag, den 1. August 2026, im
neuen Konferenzsaal auf der Insel Motya
statt.
15:30 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch dott.ssa Francesca Oliveri
Vortrag:
17:30 Uhr: Garten Bet Banat: Aperitif und Abendessen
19:00 Uhr: Workshop von Marlene Schmucker: „Archäologische Restaurierung von Keramik“
20:00 Uhr: Besichtigung unserer Grabungsstellen mit Erläuterungen mit dem Boot und Rückfahrt ans Festland
Acknowledgements
We extend our sincere gratitude to the many individuals and institutions whose generous support, expertise, and encouragement have made this project possible.
The Honor Frost Foundation is supporting, through a Small Grant, the events marking the tenth anniversary of the international collaboration between the Bavarian Society for Underwater Archaeology (BGfU), the Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana, and the Fondazione Giuseppe Whitaker. These celebrations will take place on Mozia on August 1, 2026, and will include the presentation of the results of this research. The Foundation’s generous financial support has enabled our research, fieldwork, post-excavation analyses, and the preparation of publications. We are deeply grateful for this invaluable support.
We express our sincere appreciation to the Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana for its longstanding collaboration and for continuously supporting our investigations in the Stagnone Lagoon.
Special thanks are due to Prof. Dr. Sebastiano Tusa, whose vision and commitment to underwater archaeology laid the foundation for this long-term cooperation. His untimely death in the Ethiopian Airlines Flight 302 disaster in 2019 deprived Mediterranean archaeology of one of its leading figures. We remember him with profound gratitude as an
inspiring teacher, a valued colleague, and a dear friend.
We are also deeply grateful to Dr. Francesca Oliveri and Dr. Maria Pamela Toti for their steadfast support of the project and for the many stimulating discussions that have greatly contributed to our understanding of the maritime cultural landscape of the Stagnone Lagoon.
Our heartfelt thanks go to Director General Architect Girolama Fontana, Former Superintendent for Cultural and Environmental Heritage in Trapani and member of the Board of Directors of the Whitaker Foundation, as well as to Dott.ssa Maria Enza Carollo, Ex-Direttore Segretario generale della Fondazione Whitaker, the Fondazione Giuseppe Whitaker, and the staff of the Museo Whitaker on Mozia for their longstanding hospitality, generosity, and logistical support throughout many years of fieldwork.
We also thank the inhabitants of Mozia, especially Filippo, for transporting our equipment to the island, and the Kitchen Team of Vita for preparing excellent meals throughout our field campaigns.
We are equally grateful to the officers and crew of the ROAN (Reparto Operativo Aeronavale) of the Guardia di Finanza, especially the divers Raffaele Tucci, Simone Colucci, Pietro Vitello, and Riccardo Nobile. Their professional assistance, together with the transport and logistical support they provided, has consistently enabled our underwater
investigations, often under demanding field conditions. We are indebted to Captain Antonio Anemone and Commander Colonel Moris Ghiadoni of the Aeronautica Militare (37th Wing, Trapani) for granting permission to use a drone for
scientific purposes in the Marsala Lagoon, and to Jürgen Reitz BA, who served as drone pilot and produced our aerial photographs of Motya’s coastline.
We would also like to thank Marlene Schmucker, Archaeological Restaurator B.A., Leibniz- Zentrum für Archäologie (LEIZA), for wood conservation and pottery restoration.
Our sincere thanks also go to Christian Eckmann, Head of Competence Area Restoration, Conservation and Material Analysis and Deputy Director General, and Markus Wittköpper, Archaeological Restorer with a Focus on Wet Wood Conservation, of the Museum für Antike Schiffahrt Mainz for the conservation of our timbers.
We are furthermore grateful to Franz Herzig, Dendrochronologe of the Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Referat B V – „Bewegliche Denkmäler und Dendrolabor“, for the dendrochronological dating of our wood finds, and to Werner Schoch, Labor für quartäre Hölzer, Laboratory for Ancient Wood, Langnau a. A., Switzerland, for determining the wood species represented in our finds.
Special thanks are due to Prof. Dr. Carsten Staszyk (Justus Liebig University Giessen) for his assistance in identifying animal bones, and to Prof. Dr. Claus Peter Bartmann for producing X-rays of the horseshoes. We are especially grateful for the practical support provided by the training forge at the Equine Clinic in Giessen and for the assistance of Ms. M. Striebinger, farrier instructor and publicly appointed and sworn farrier. Our sincere thanks also go to Prof. Dr. Winfried Held for introducing us to the ancient Mediterranean world through his seminars and lectures, and to the guest lecturers Prof. Dr. Ralph K. Pedersen (USA), Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns (D), Prof. Dr. Boris Rankov (UK), Prof. Dr. Jeffrey G. Royal (USA), Prof. Dr. Carlos de Juan Fuertes (E), Prof. Dr. Irena Radić Rossi (HR), and Prof. Dr. Harun Özdaş (TR) for their advice on
fundamental questions of nautical archaeology, for an unforgettable diving excursion into the Bay of Gökova from Bodrum (Turkey) aboard the sailing ship Bodrum, and for the opportunity to study this discipline at the University of Marburg/Lahn, Germany.
We also wish to express our gratitude to Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe and Prof. Dr. Félix Teichner for their valued scientific advice, for providing the opportunity to present our work in their colloquium, for the many collegial discussions, and, not least, for the enriching personal conversations that accompanied the project.
The organizers of the celebrations marking the tenth anniversary of the excavations also wish to thank all members of the Bavarian Society for Underwater Archaeology (BGfU), as well as the participating divers, students, and volunteers, whose dedication, enthusiasm, and countless hours of fieldwork over many years have formed the foundation of this
project.
Finally, we extend our deepest thanks to our families for their patience, encouragement, understanding, and unwavering support throughout the many years required to bring this project to completion.
Ringraziamenti
Desideriamo esprimere la nostra più sincera gratitudine alle numerose persone e istituzioni il cui sostegno, la cui competenza e il cui incoraggiamento hanno reso possibile questo progetto.
La Honor Frost Foundation, attraverso uno Small Grant, sostiene le iniziative organizzate in occasione del decimo anniversario della cooperazione internazionale tra la Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU), la Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana e la Fondazione Giuseppe Whitaker. Le celebrazioni si terranno a Mozia il 1° agosto 2026 e comprenderanno la presentazione dei risultati di questa ricerca. Il generoso sostegno finanziario della Fondazione ha reso possibile lo svolgimento delle nostre ricerche, delle attività sul campo, delle analisi post-scavo e della
preparazione delle pubblicazioni. Esprimiamo la nostra più profonda riconoscenza per questo prezioso contributo.
Rivolgiamo il nostro sincero ringraziamento alla Soprintendenza del Mare della Regione Siciliana per la lunga e proficua collaborazione e per il costante sostegno alle nostre indagini nella Laguna dello Stagnone.
Un ringraziamento del tutto speciale va al Prof. Dr. Sebastiano Tusa, la cui visione e il cui instancabile impegno per l'archeologia subacquea hanno posto le basi di questa cooperazione di lunga durata. La sua prematura scomparsa nel disastro aereo del volo Ethiopian Airlines 302 nel 2019 ha privato l'archeologia del Mediterraneo di una delle sue
figure più autorevoli. Lo ricordiamo con profonda gratitudine come maestro ispiratore, stimato collega e caro amico.
Desideriamo inoltre esprimere la nostra viva riconoscenza alla Dr. Francesca Oliveri e alla Dr. Maria Pamela Toti per il loro costante sostegno al progetto e per i numerosi e stimolanti confronti scientifici che hanno contribuito in modo determinante ad approfondire la conoscenza del paesaggio culturale marittimo della Laguna dello Stagnone.
I nostri più sentiti ringraziamenti sono rivolti al Direttore Generale Architetto Girolama Fontana, già Soprintendente per i Beni Culturali e Ambientali di Trapani e membro del Consiglio di Amministrazione della Fondazione Whitaker, nonché alla Dott.ssa Maria Enza Carollo, già Direttore Segretario Generale della Fondazione Whitaker, alla Fondazione Giuseppe Whitaker e al personale del Museo Whitaker di Mozia per la loro pluriennale ospitalità, la costante disponibilità e il prezioso supporto logistico fornito nel corso di molti anni di attività sul campo.
Ringraziamo inoltre gli abitanti di Mozia, in particolare Filippo, per il trasporto delle nostre attrezzature sull'isola, nonché il Kitchen Team di Vita per aver preparato, con grande cura, gli eccellenti pasti che hanno accompagnato le nostre campagne di ricerca.
Esprimiamo inoltre la nostra più sincera gratitudine agli ufficiali e agli equipaggi del ROAN (Reparto Operativo Aeronavale) della Guardia di Finanza, in particolare ai sommozzatori Raffaele Tucci, Simone Colucci, Pietro Vitello e Riccardo Nobile. La
loro competenza professionale, unita ai servizi di trasporto e al costante supporto logistico, ha reso possibile lo svolgimento delle nostre ricerche subacquee, spesso in condizioni operative particolarmente impegnative. Siamo inoltre profondamente riconoscenti al Capitano Antonio Anemone e al Comandante Colonnello Moris Ghiadoni dell'Aeronautica Militare (37° Stormo,
Trapani) per aver concesso l'autorizzazione all'impiego di un drone per finalità scientifiche nella Laguna di Marsala, nonché a Jürgen Reitz BA, che, in qualità di pilota del drone, ha realizzato le fotografie aeree della costa di Mozia.
Desideriamo inoltre ringraziare Marlene Schmucker, Archaeological Restaurator B.A. presso il Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), per il prezioso lavoro di conservazione dei reperti lignei e di restauro dei materiali ceramici.
Esprimiamo altresì la nostra sincera gratitudine a Christian Eckmann, Head of Competence Area Restoration, Conservation and Material Analysis and Deputy Director General, e a Markus Wittköpper, Archaeological Restorer with a Focus on Wet Wood Conservation del Museum für Antike Schiffahrt Mainz, per la conservazione dei nostri reperti lignei.
Siamo inoltre grati a Franz Herzig, Dendrochronologe del Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Referat B V – „Bewegliche Denkmäler und Dendrolabor“, per la datazione dendrocronologica dei reperti lignei, e a Werner Schoch, Labor für quartäre Hölzer, Laboratory for Ancient Wood, Langnau a. A., Switzerland, per la determinazione delle specie legnose dei nostri reperti.
Un sentito ringraziamento va inoltre al Prof. Dr. Carsten Staszyk (Justus Liebig University Giessen) per il suo prezioso aiuto nell'identificazione dei resti faunistici, e al Prof. Dr. Claus Peter Bartmann per la realizzazione delle radiografie dei ferri di cavallo.
Siamo particolarmente riconoscenti per il sostegno pratico fornito dalla training forge at the Equine Clinic in Giessen e per la collaborazione della Ms. M. Striebinger, farrier Instructor and publicly appointed and sworn farrier.
Il nostro più sincero ringraziamento va inoltre al Prof. Dr. Winfried Held per averci introdotto al mondo dell'antico Mediterraneo attraverso i suoi seminari e le sue lezioni, nonché ai docenti ospiti Prof. Dr. Ralph K. Pedersen (USA), Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns (D), Prof. Dr. Boris Rankov (UK), Prof. Dr. Jeffrey G. Royal (USA), Prof. Dr. Carlos de Juan Fuertes (E), Prof. Dr. Irena Radić Rossi (HR) e Prof. Dr. Harun Özdaş (TR) per i loro consigli sulle questioni fondamentali dell'archeologia nautica, per l'indimenticabile immersione nella Baia di Gökova con partenza da Bodrum (Turchia) a bordo del veliero Bodrum e per averci offerto l'opportunità di approfondire questa disciplina presso la Università di Marburg/Lahn, Germania.
Desideriamo inoltre esprimere la nostra gratitudine al Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe e al Prof. Dr. Félix Teichner per i loro preziosi consigli scientifici, per averci offerto l'opportunità di presentare i risultati delle nostre ricerche nei loro colloqui accademici, per le numerose e stimolanti discussioni tra colleghi e, non da ultimo, per le arricchenti conversazioni personali che hanno accompagnato il progetto.
Gli organizzatori delle celebrazioni in occasione del decimo anniversario degli scavi desiderano inoltre ringraziare tutti i membri della Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (BGfU), nonché i subacquei, gli studenti e i volontari che hanno partecipato alle attività sul campo. Con il loro impegno, il loro entusiasmo e le innumerevoli ore dedicate alle ricerche nel corso di molti anni, essi hanno posto le basi di questo progetto.
Infine, rivolgiamo il nostro più profondo ringraziamento alle nostre famiglie per la pazienza, l'incoraggiamento, la comprensione e l'instancabile sostegno dimostrati durante i molti anni necessari per portare a compimento questo progetto.
