Unsere Projekte im Ausland

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über unsere laufenden und vergangenen unterwassearchäologischen Projekte im Ausland. Wollen Sie mehr darüber erfahren? Dann kommen Sie mit auf Entdeckungsreise und klicken einfach auf "more" für weitere Einzelheiten.

 


Projekte in Rumänien

Rumänien - Römisches Schiffswrack von Gura Portita / 2016

Im Jahr 2016 gelang der BGfU in Zusammenarbeit mit örtlichen Archäologen die Entdeckung eines mittelgroßen, römischen Transport-schiffes aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. im Schwarzen Meer.  Sowohl die Amphorenladung als auch das Wrack selbst präsentierten sich in einem sehr guten Erhaltungszustand - wenngleich erste Zerstörungen durch den Schiffsbohrwurm Teredo Navalis bereits zu verzeichnen waren.


Rumänien - Römischer Flottenstützpunkt Noviodunum / 2016

Einen spannenden Einblick und einen Beitrag zur Entschlüsselung des Hafens von Noviodunum gestatteten Sidescan-Sonarfahrten, die die BGfU auf der Donau zusammen mit den örtlichen Archäologen durchführten. Noviodunum liegt am Südufer der rumänischen Donau in der ehemaligen Provinz Moesia inferior. Hier lag der Flottenstützpunkt der Classis Flavia Moesica.



Projekte in Sizilien

Sizilien - Phönizische Siedlung auf der Insel Mozia / 2016

Die 800 v. Chr. gegründete phönizische Siedlung nahm einst die gesamte Insel ein. In der flachen 2-3 m tiefen Stagnone-Lagune von Marsala werden zahlreiche Befunde unter Wasser vermutet. Durch die Lagune verläuft vom Nordtor bis ans Festland eine submerse Unterwasserstraße, die detailliert untersucht und dokumentiert werden soll. Die Zusammenarbeit erfolgt mit der Philipps-Universität Marburg Soprintendente Prof. Dr. Sebastiano Tuso, Leiter der Soprintendente del mare, und Dr. Francesca Oliveri, der wissentschaftlichen Leiterin vor Ort.



Projekte in Kroatien

Kroatien - Die Schiffswracks von Rovinj / 2016

Wie bereits in den Vorjahren forschte auch 2016 vom 2. bis 7. Mai das kroatische ICUA-Team in Zusammenarbeit mit der BGfU, dem Rovinj Heritage Museum und dem kroatischen Conservation Institute an der Fundstelle des spätrömischen Schiffswracks südlich von Rovinj.


Kroatien - Die Schiffswracks von Rovinj / 2015

Das auf mehrere Jahre angelegte Kooperationsprojekt "Die Schiffswracks von Rovinj" , das das Inational Centre for Underwaterarchaeology (ICUA) mit der BGfU durchführt, umfasst die Dokumentation mehrerer antiker Schiffswracks in der Umgebung von Rovinj in Istrien. Die im Vorjahr begonnene Dokumentation eines spätrömischen Schiffswracks in Nähe zur Insel Veliki Piruzi wurde 2015 erfolgreich fortgesetzt.


Kroatien - Die Schiffswracks von Rovinj / 2014

Nachdem das fünfjährige Kooperationsprojekt (2008-2013) „Der Hafen von Veštar“ abgeschlossen und die Ergebnisse als kroatisch-deutsche Monographie vorgelegt wurden, konnte die mehrjährige Zusammenarbeit zwischen dem International Centre for Underwaterarchaeology in Zadar (ICUA) und der BGfU im Rahmen eines neuen Projektes fortgeführt werden. Der Startschuss dazu fiel am 21. April 2014 und war der Beginn der ersten Kampagne eines mehrjährigen Projektes mit dem Titel "Die Schiffswracks von Rovinj". Untersucht wurde ein spätrömisches Wrack in der Nähe der Klippen der Insel Veliki Piruzi südlich von Rovinj.


Kroatien - Der Hafen von Veštar / 2013

Es waren die intensiven und seit dem Jahr 2008 durchgeführten unterwasserarchäologischen Forschungen des International Centre for Underwater Archaeology aus Zadar (ICUA) und der BGfU, die einen einmaligen Einblick in die Siedlungskontinuität in der Bucht von Veštar gestatteten. Es darf angenommen werden, dass die Bucht als Anlandeplatz vom 1. Jh. v. Chr. bis in die jüngste Zeit genutzt wurde. Die unterwasserarchäologischen Untersuchungen fanden zu Beginn des Jahres 2013 in Form einer einwöchigen Kampagne ihr vorläufiges Ende.


Kroatien - Der Hafen von Veštar / 2012

Wie in den Vorjahren gab es auch 2012 für die BGfU-Mitglieder Gelegenheit, an einer Ausgrabung in der Bucht von Veštar in Istrien teilzunehmen - die Fortsetzung einer erfolgreichen Kooperation zwischen der BGfU und dem International Centre for Underwater Archaeology in Zadar (ICUA). Bei der diesjährigen Kampagne lag die gesamte Aufmerksamkeit auf der Suche nach weiteren Anlegestellen in der besagten Bucht. Spätantik-byzantinische Funde ließen auf eine Mole schließen, die ab dem 3. bis wohl ins 7. Jahrhundert n. Chr. bestand.


Kroatien - Der Hafen von Veštar / 2011

Nach 2010 hatten auch 2011 wieder sechs BGfU-Mitglieder die Möglichkeit, an der Ausgrabung in der Bucht von Veštar bei Rovinj in Istrien teilzunehmen. Die 2008 begonnene Grabung, die als Ziel die Erfassung und Datierung der römischen Mole hatte, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die jüngsten Funde datieren den Bau der Molenanlage in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. und damit deutlich früher, als die Funde an Land zunächst vermuten ließen.


Kroatien - Der Hafen von Veštar / 2010

Nach längerer Zeit hieß es am 31. Oktober 2010 wieder einmal "ab nach Istrien". Ziel war Veštar südlich von Rovinj in Kroatien und die in der Bucht liegende römische Hafenanlage. Bereits im November 2009, auf der Brückentagung in Regensburg, wurden erste Gespräche über eine Kooperation gestartet, die bereits am 27. März 2010 zu einer Vortragsreihe am International Centre for Underwater Archaeology (ICUA) in Zadar (Kroatien) geführt hatten. Das Projekt an der römischen Hafenmole und die Suche nach weiteren Anlandestellen in der Bucht von Veštar wurde auf mehrere Jahre angelegt.


Kroatien - Brioni / 1996-1997

In den Jahren 1996 und 1997 forschte die BGfU zusammen mit der Universität Passau und dem Kroatischen Landesdenkmalamt in der Bucht der Insel Bioni. Diese wird von einer herrschaftlichen römischen Villa geprägt, deren Hafenbucht im vorgestellten Projekt genauer untersucht wurde.


Kroatien - Hvar / 1994-1996

Im September 1994, im Juni 1995 und im Juni 1996 hatten einige Mitglieder der BGfU Gelegenheit, an den jeweils 10-tägigen Grabungskampagnen des kroatischen Denkmalamtes an einem spätrömischen Wrack vor der Insel Hvar in Dalmatien teilzunehmen.



Projekte in der Türkei

Der antike Hafen von Kyzikos / 2009

"Es gibt aber in der Propontis eine jäh aufsteigende Insel, die von Phrygien aus ... sich ein wenig ins Meer vorschiebt. Und auf ihr sind auf beiden Seiten zugängliche Gestade... Unter ihnen herrschte der Held, der Aineus-Sohn Kyzikos. Dorthin stieß die Argo vor, getrieben von thrakischen Winden. Und der Schöne Hafen nahm sie beim Einlaufen auf (aus der Argonautensage)". Nach Vorgesprächen mit Archäologen der Universität Bursa (Prof. Mustafa Sahin) wurde 2009 das geplante Projekt, eine Hafenmole vor dem Westufer unterhalb der antiken Stadt Kyzikos unterwasserarchäologisch zu erforschen, in die Tat umgesetzt. Hierzu trafen vier Mitglieder der BGfU mit drei Archäologen der Universität Bursa zusammen. Hauptaugenmerk des Pojektes lag zunächst auf der Einmessung der oberflächlich ca. 900 erkennbaren Steinquader mittels Totalstation, um einen Gesamtplan der Anlage zu erstellen. Es zeigte sich, dass die dokumentierte Hafenmole von zwei Steinquaderreihen an ihren äußeren Längsseiten eingefasst war und im inneren mit Bruchsteinen und einer zementartigen Kittschicht verfüllt war. Bisweilen lies sich vor allem in Ufernähe eine dritte Längsreihe aus Steinquadern in der Mitte der Hafenmole dokumentieren, die evtl. als zusätzliche innere Stabilisierung der Anlage gedient haben könnte oder aber eine ältere Bauphase repräsentiert. Die Arbeiten wurden mit dem Zufallsfund eines Steinankers gekrönt - der Anker der Argo!?